• Achten Sie auf eine gute Intimpflege. Das Wasser sollte nicht zu warm und die Waschlotion pH-neutral bis sauer – also der Haut angepasst – sein. Fetthaltige Emulsionen, Cremen oder Salben schützen empfindliche Haut vor schädlichen äusseren Einflüssen. Sind die Schleimhäute im Intimbereich dünn, trocken und infektanfällig, so helfen Cremen und Ovula, die abends in die Scheide eingeführt werden und/oder aussen aufgetragen werden. Dadurch werden die Schleimhäute und das Bindegewebe aufgebaut und es entwickelt sich wieder ein gesundes Scheidenmilieu.

  • Bei einem Ausflug oder Stadtbummel verleihen Slipeinlagen und Binden das Gefühl von Sicherheit. Sie sind sehr saugfähig und unterscheiden sich von den Monatsbinden durch den enthaltenen Geruchsabsorber.

  • Pessare (Ring/Schale aus Hartgummi oder Kunststoff) sowie Biofeedbackmethoden oder Elektrotherapie sollten nur nach der Konsultation eines Arztes oder einer Ärztin angewendet werden.

Trink- und Blasentraining

Vor allem bei einer Reizblase hilft ein gezieltes Trink- und Blasentraining, falschen Gewohnheiten beim Wasserlassen entgegenzuwirken. Solche Gewohnheiten sind zum Beispiel die vorsorgliche Blasenentleerung, weil man gerade in der Nähe einer Toilette ist, Einkaufen geht usw. Durch häufige vorsorgliche Blasenentleerung wird der Blasenmuskel geschwächt, und er verliert die Fähigkeit, grössere Urinmengen zu speichern. Mit einem Trink- und Blasentraining wird das Organ durch eine steigende Trinkmenge und ein immer längeres Hinauszögern des Toilettenganges so weit trainiert, bis es wieder normal funktioniert. Seien Sie ausdauernd! Die Linderung von Reizblasenbeschwerden kann Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Und so funktionierts:

  • Trinken Sie auf 24 Stunden verteilt bis zu zwei Liter. Am besten stellen Sie bereits am Morgen die ganze Tee- und Trinkwassermenge bereit.

  • Versuchen Sie, tagsüber viel und am Abend wenig zu trinken, um in der Nacht nicht durch Harndrang geweckt zu werden.

  • Gehen Sie erst zur Toilette, wenn die Harnmenge schätzungsweise 300 ml beträgt.

  • Trinken Sie aus grossen Gläsern.

  • Achten Sie darauf, dass die Blase nach jedem Toilettengang vollständig geleert ist.

  • Führen Sie ein sogenanntes Miktionstagebuch. Dort werden die getrunkenen und ausgeschiedenen Flüssigkeitsmengen eingetragen. Dadurch erhalten Sie eine gute Kontrolle über die Entleerung Ihrer Harnblase.

Zur Behandlung von Blasenschwäche können auch eine Reihe alternativmedizinischer Arzneimittel eingesetzt werden.

Quellen: blasenschwaeche.ch (Pfizer AG) / Schweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche
Autoren: Jürg Bareiss, Margrit Lienhard, Therese Schwender
Redaktion: Didier Buchmann

Wir stellen Ihnen über 70 bekannte und bewährte alternativmedizinische Therapien vor.

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