Verbandskasten im Unternehmen

Den Aufbewahrungsort der Notfallapotheke im Betrieb sollten alle Angestellten kennen. Besser noch, wenn alle zudem wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Bei der Arbeit kann es leicht zu einem kleinen Unfall, einer Verletzung kommen. Blöd nur, wenn ausgerechnet dann niemand ein Pflaster zur Hand hat oder der Verbandskasten unauffindbar ist. Laut Schweizer Arbeitsgesetz müssen in Betrieben für die Erste Hilfe stets die nötigen Utensilien zur Verfügung stehen.

Eine kleine Notfallapotheke, ein gut bestückter Notfallkoffer oder gar ein Erste-Hilfe-Zimmer müssen je nach Betriebsgefahren, Grösse und örtliche Lage des Unternehmens für alle gut erreichbar bereit sein. Dazu gehört im Minimum eine Notfallapotheke mit Desinfektions- und Verbandsmaterial. Wo sich die Erste-Hilfe-Materialien befinden, muss den Mitarbeitenden bekannt und gut sichtbar gekennzeichnet sein. Was alles in einen Verbandskasten gehört, wissen die Fachpersonen in den Drogerien. Individuell passende Sets können auf Wunsch zusammengestellt und den Betriebsbedürfnissen angepasst werden.

Was ist zu tun?

Wichtig ist auch, dass allen im Betrieb die grundlegensten Erste-Hilfe-Massnahmen und die wichtigsten Regeln der Wundversorgung bekannt sind oder dafür zuständige Personen bezeichnet sind.

Allein schon alltägliche Wunden wie Schnitt- und Schürfwunden sollten unterschiedlich behandelt werden, wie folgende Anleitung zeigt:

  • Schnittwunden: Schnittwunden kurz bluten lassen und unter fliessendem Wasser reinigen – dadurch werden Keime aus der Wunde gespült. Die Wundränder anschliessend mit flüssigem Mittel desinfizieren und mit einem Pflaster abdecken. Wunden im Gesicht oder an Gelenken sowie stark blutende Schnittwunden gehören in die Hände eines Arztes. Dies gilt auch für Schnittwunden, deren Wundränder auseinanderklaffen.

  • Schürfungen: Wunden mit klarem Wasser reinigen und desinfizieren. Kleine Schürfungen können an der Luft gut trocknen und müssen nicht abgedeckt werden. Bei etwas grösseren Schürfungen bilden moderne Sprühpflaster einen Schutzfilm auf den verletzten Hautstellen. Bei nässenden Wunden eignen sich spezielle Schürfwundenpflaster besonders gut.

Quellen: Arbeitssicherheit Schweiz / Suva
Autorinnen: Anania Hostettler und Katharina Rederer
Redaktion: Katharina Rederer