Heikler Griff nach Pillen
Mit Medikamenten muss während der Schwangerschaft sehr zurückhaltend umgegangen werden. Die Einnahme von Medikamenten kann sich auf den Fötus auswirken. «Ausgesprochen heikel ist der Griff nach Pillen im ersten Schwangerschaftsdrittel. In dieser Zeit entstehen die einzelnen Organe des Kindes», sagt die Drogistin. «Besondere Vorsicht ist auch im Verlauf der letzten drei Schwangerschaftsmonate geboten. Medikamente können das Wachstum hemmen und zu einem niedrigen Geburtsgewicht führen.» Falls Medikamente nötig sind, dann dürfen nur Mittel gewählt werden, die aufgrund ihrer Einteilung in die entsprechende Schwangerschafts-Risiko-Kategorie genügend untersucht sind.
Die Einnahme von Medikamenten sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Denn es gibt Erkrankungen, denen selbst während der Schwangerschaft nur mit einer medikamentösen Behandlung beizukommen ist. Ein gründliches Abwägen von Nutzen und Risiken ist angezeigt, damit die geschwächte Mutter rasch wieder gesund wird.
Drei nützliche Tipps aus der Drogerie
Eine Teemischung aus Himbeerblättern, Frauenmänteli, Brennnessel, Johanniskraut und Melisse stärkt die Elastizität des Gewebes, fördert die Eisenresorption, wirkt hormonregulierend, wassertreibend und beruhigend. Empfehlung: Im letzten Schwangerschaftsdrittel täglich zwei Tassen Tee trinken.
Während der letzten drei Schwangerschaftsmonate vergrössert sich das Blutvolumen im Körper der Frau stark. Es besteht ein erhöhter Bedarf an Eisen. Empfehlenswert sind pflanzliche Eisenpräparate. Gute Eisenlieferanten sind zudem Vollkornprodukte, gut gebratenes Fleisch und Trockenfrüchte. Vitamin C begünstigt die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung.
Die morgendliche und abendliche Massage von Bauchansatz und Bauch bis zur Brust mit natürlichen Pflegeprodukten beugt nicht nur Schwangerschaftsstreifen vor, sondern wirkt auch wohltuend bei Verdauungs- und Magenproblemen und fördert den Kontakt zum Kind.
Autorin: Menta Scheiwiler Sevinç
Redaktion: Nadja Mühlemann
