Schwangerschaft

Sich rundum wohlfühlen

Die tägliche Körperpflege bietet schwangeren Frauen die ideale Gelegenheit, Ihrem Körper - wie auch dem Ungeborenen - die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Cremen, cremen, cremen: das tut der Haut in der Schwangerschaft gut.

Cremen, cremen, cremen: das tut der Haut in der Schwangerschaft gut.

Während einer Schwangerschaft macht der Körper einer Frau grosse Veränderungen durch. Unter anderem ist die Haut einer harten Belastungsprobe ausgesetzt, um die rund zwölf Kilogramm Mehrgewicht zu umschliessen. Damit die Schwangerschaft möglichst wenig Spuren auf der Haut hinterlässt, und sich die Frau bis zur Geburt attraktiv und gut fühlt, lohnt sich eine intensive Hautpflege.

Gefühlte Frische

Die enorme Hormonveränderung bewirkt, dass die Schweissdrüsen stärker arbeiten. Zusammen mit dem zusätzlichen Körpergewicht kommt die werdende Mutter schneller ins Schwitzen. Erfrischung bringt eine tägliche Dusche. Damit der Säureschutzmantel, ein natürlicher Schutz gegen Keime und Bakterien, nicht angegriffen wird, empfiehlt sich ein mildes Pflegeprodukt mit «hautneutralem» pH-Wert. Jene die unter sehr trockener Haut leiden, verwenden am besten ein nachfettendes Ölbad oder ein rückfettendes Duschmittel. Ein mildes, gut verträgliches Deo schafft zudem in den Achselhöhlen für ein angenehmes, frisches Gefühl.

Wonne in der Wanne

Ein Bad entspannt und bietet eine ideale Gelegenheit, um mit dem Baby «Kontakt» aufzunehmen. Um den Kreislauf möglichst nicht zu belasten, sollte die Wassertemperatur nicht über 37 bis 38 Grad liegen. Als Badezusatz eignen sich Ölmischungen: Hochwertige natürliche Öle bilden die Grundlage. Mit einigen Tropfen natürlichem ätherischem Öl versetzt, pflegen sie nicht nur die Haut, sondern wirken je nachdem ausgleichend, beruhigend oder entspannend. «Bei Nervosität und Stimmungsschwankungen helfen zum Beispiel Lavendel und Melisse», weiss Drogist Jürg Kropf aus Biel. Auch fertige Ölpflegebäder erweisen der Haut einen guten Dienst. Sie fetten nach und nehmen das Spannungsgefühl.

Einölen, massieren, zupfen

Gegen Ende der Schwangerschaft erreicht der Bauchumfang bei den meisten Frauen auf Nabelhöhe beachtliche hundert Zentimeter. Die Dehnfähigkeit des Bindegewebes ist von Frau zu Frau verschieden. Je nach Quelle sind fünfzig bis neunzig Prozent der Schwangeren von Schwangerschaftsstreifen betroffen. Leider lassen sich diese weder durch die beste Pflege noch durch spezielle Gymnastik oder Ernährung ganz verhindern. Ob Einrisse entstehen, hängt auch davon ab, wie schnell das Kind wächst. Fachpersonen raten, bereits zu Beginn der Schwangerschaft den ganzen Körper einzuölen. Empfohlen wird die Verwendung von naturbelassenen Schwangerschaftsölen oder Pflegemilchen aus der Drogerie. Diese werden mit zarten, kreisenden Bewegungen aufgetragen. Durch regelmässige Zupfmassage ab dem dritten Monat wird das Bindegewebe gelockert. Dazu die Bauchhaut zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und von der Bauchmuskulatur «wegzupfen». Po und Oberschenkel nicht vergessen und bei der Massage daran denken, dass immer zum Herzen hin massiert wird. Bei vorzeitigen Wehen sollte auf die Massage verzichtet werden. Aufgrund der Hormonveränderung kann sich auch die Gesichtshaut verändern – sie wird beispielsweise trockener, fettiger oder es machen sich vermehrt Unreinheiten wie Pickel breit. Hier empfiehlt sich eine typengerechte Gesichtspflege.

Quelle: «Drogistenstern»
Autorin: Claudia Merki
Redaktion: Didier Buchmann

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