9. Grenzen und Risiken
Bei Klienten mit erheblichen körperlichen Beschwerden ist vor der Therapie eine schulmedizinische Abklärung angezeigt. Meist kommen die Patienten bereits mit einem ärztlichen Befund in der Tasche und suchen weitere Hilfe in der chinesischen Medizin.
In der TCM werden psychische Leiden nicht im eigentlichen Sinn behandelt, weil man von einem ganz anderen Krankheitsverständnis ausgeht. Emotionale Belastungen werden zwar als Krankheitsursache anerkannt, doch behandelt man psychische Erkrankungen über eine Harmonisierung des jeweils betroffenen Organfunktionskreises.
10. Praktische Tipps
«In der kalten Jahreszeit empfiehlt es sich, mindestens zwei warme Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen», rät Drogistin und TCM-Therapeutin Erika Strahm. Zudem sollte im Winter der Verzehr von Rohkost eingeschränkt werden. Weitere Tipps:
Kamillebad
Übergiessen Sie einen Esslöffel getrocknete Kamilleblüten mit einem viertel Liter heissem Wasser. Lassen Sie den Aufguss 10 Minuten lang ziehen. Baden Sie anschliessend den verletzten Körperteil in dem lauwarmen Sud.
Insektenstich
Lauchpaste hilft gegen Schwellungen und Juckreiz. Schneiden Sie etwas Lauch klein und verrühren Sie ihn mit Honig, sodass eine dickflüssige Paste entsteht. Geben Sie diese auf den schmerzenden Insektenstich. Dies ist besonders wirksam bei Bienenstichen. Die Mischung sollte auf gar keinen Fall gegessen werden, da sie unverträglich ist.
11. Zahlt die Krankenkasse?
Seit Anfang 2012 werden die fünf komplementärmedizinischen Methoden Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Neuraltherapie, Traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Pflanzenheilkunde wieder von der Grundversicherung der Krankenkassen übernommen. Dies aufgrund eines Entscheids des Bundesrates. Die Regelung gilt bis Ende 2017. Bis dahin bleibt den jeweiligen Fachverbänden Zeit, die Wirksamkeit der Methoden zu beweisen bzw. wo nötig besser zu belegen.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann
