Hauttypen
Die Haut – ein Multitalent
Die Haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers. Sie schützt uns nicht nur vor Kälte und Wärme sondern dient auch als Schaltzentrale unserer Sinneswahrnehmung.
Der menschliche Körper wird von einer verletzlichen Hülle aus Haut geschützt. Unter dem rund zwei Quadratmeter grossen und bis zu zehn Kilo schweren Organ verbirgt sich Erstaunliches: Jeder Quadratzentimeter Haut enthält hunderte Haarfollikel, Schweissdrüsen und Schmerzpunkte sowie tausende sensorische Zellen, Blutkapillaren und Nervenfasern. Die Haut wird dadurch zur Schaltzentrale für Sinneswahrnehmungen. Sie ist wichtiges Element für die Regulation der Körpertemperatur, des Mineralstoff- und Flüssigkeitshaushaltes und Barriere gegen Krankheitserreger in einem.
Querschnitt der Haut
Die Haut besteht – vereinfacht erklärt – aus drei Schichten: Die Oberhaut (Epidermis) bildet eine feine äussere Schutzschicht aus abgestorbenen Zellen. Darunter liegen die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Subcutis). Deren Aufgaben ist es, die Epidermis zu nähren und beschädigtes Gewebe zu reparieren.
Hauchdünner Schutzmantel
Um ihre vielfältigen Funktionen erfüllen zu können, besitzt gesunde Haut ein natürliches Schutzsystem, das aus hauteigenen Sekreten, Feuchthaltefaktoren und Säuren zusammengesetzt ist. Dieser Säureschutzmantel liegt wie ein unsichtbarer Film auf der obersten Schicht der Epidermis.
Zur Erhaltung dieses Säureschutzmantels spielt der pH-Wert eine wichtige Rolle. Der pH-Wert der Haut ist normalerweise leicht sauer und liegt je nach Hautschicht bei einem pH-Wert zwischen 5 und 6,5. pH-Werte in diesem Bereich werden als normal oder hautfreundlich bezeichnet. Sind die Basen im Übergewicht, wird die Haut ölig und anfällig für Bakterien. Überwiegen die Säuren, wird die Haut trocken, gespannt und kann Feuchtigkeit schlechter speichern.
Ursachen fürs Ungleichgewicht
Zunehmendes Alter, psychischer Stress, Umwelteinflüsse und Wetterbedingungen beeinflussen den pH-Wert der Haut und verändern ihre Bedürfnisse. Wird das pH-Gleichgewicht gestört, reagiert die Haut sensibel. Laut Umfragen leiden rund zwanzig Prozent der Schweizerinnen und Schweizer unter der sogenannten empfindlichen Haut. Symptome sind Spannungsgefühl, Juckreiz und Brennen – besonders nach dem Duschen und Baden. Eine wichtige Aufgabe der Hautpflege ist es daher, immer wieder die natürliche Balance zwischen Säuren und Basen herzustellen. Um das Funktionieren des biologischen Schutzschildes der Haut zu gewährleisten, gilt es, den leicht sauren, und damit optimalen Haut-pH-Wert unbedingt zu erhalten. Wichtigstes Kriterium zur Wahl der Pflege ist der Hauttyp.
Autoren: Michel Schmid
Redaktion: Nadja Mühlemann

