Zucker und Süssstoffe
Zucker - Die Menge macht das Gift
Durch die Brille der Naturwissenschaft gesehen ist klar: Zu viel Zucker schadet dem Organismus. Alles was Sie über die süsse Versuchung wissen müssen.
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker beträgt in der Schweiz rund 50 Kilogramm.
Zwischen zu hohem Zuckerkonsum und gesundheitlichen Risiken wie Karies, Übergewicht und Diabetes 2 besteht ein klarer Zusammenhang. Der höchste natürliche Süssgrad, der auch auf Dauer ohne Schaden vertragen wird, ist jener von frischen, reifen Früchten. Aus diesem Grund sollten nebst raffiniertem Zucker selbst die Zucker-Alternativen aus der Drogerie nicht in rauen Mengen konsumiert werden. Eine Empfehlung, die nicht immer einfach einzuhalten ist, da vor allem in Fertigprodukten viel versteckten Zucker beinhalten.
Massvoller Zuckerkonsum
Unter dem Strich verhält es sich mit dem Zucker und Süssstoffen wie mit vielen anderen Sachen auch. Sparsam eingesetzt, ist nichts dagegen einzuwenden. Wer bewusst mehrere Tage auf Zucker verzichtet wird merken, dass eine wenig gesüsste Speise genauso intensiv schmeckt, wie zuvor in höherer Zuckerkonzentration. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte am besten ganz auf Zucker und anderweitige Süssungsmittel verzichtet werden.
Ein Blick auf die Statistik
Gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung sollten beispielsweise Frauen im Alter zwischen 25 und 51 und einem durchschnittlichen Tagesbedarf von 2300 Kilokalorien maximal 57,5 Gramm Zucker pro Tag konsumieren, gleichaltrige Männer höchstens 72,5 Gramm. Die Realität sieht anders aus: Rund 137 Gramm Zucker pro Kopf und Tag oder rund fünfzig Kilogramm Fabrikzucker im Jahr verzehren Schweizerinnen und Schweizer – Kinder und Jugendliche häufig deutlich mehr. Aufgrund des wachsenden Anteils von High Fructose Corn Sirup (HFCS) in Fertigprodukten und Getränken hat eine aktuelle Studie die geschätzten Werte für die westlichen Industrieländer gar auf über 180 Gramm Zucker/Kopf oder rund 67 Kilogramm pro Kopf /Jahr nach oben korrigiert.
Autoren: Flavia Kunz, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann

