Zecken
Irrtümer rund um Zecken
Um die Zecke ranken sich so einige Mythen. Der gemeine Holzbock kann weder fliegen, noch sucht er sich gezielt Forstarbeiter als «Opfer» aus.
Zecken fallen von Bäumen
Diese Parasiten lassen sich nicht von Bäumen fallen. Sie legen sich im Gras, im Unterholz oder in Büschen auf die Lauer. Dort warten sie auf Warmblüter, welche sie im Vorbeigehen abstreifen.
Forstarbeiter sind speziell gefährdet, sich mit FSME anzustecken
Diese Personengruppe ist zwar besonders gefährdet, aber durch eine Impfung meist auch besser geschützt. Statistisch gesehen erkranken Forstarbeiter nur noch selten. Die häufigsten FSME-Infektionen kommen bei Freizeitaktivitäten zustande. Dies sind zum Beispiel Joggen, Wandern oder Campen. 80 Prozent der FSME-Infektionen ziehen sich die Patienten bei der Ausübung von Freizeitaktivitäten wie Joggen, Wandern usw. zu.
Mit FSME kann man sich nur im Frühsommer infizieren
Die meisten Krankheiten werden hauptsächlich in den Monaten April bis Juli gemeldet. Die Plagegeister sind aber nicht nur in diesen Monaten aktiv, sondern von April bis November. Die Übertragung von FSME kann währenddessen immer vorkommen.
In unserer Region besteht kein Risiko durch Zeckenstich
In der ganzen Schweiz können Zecken die Lyme-Borreliose übertragen. Im Gegensatz zum FSME-Virus kann man sich gegen Lyme-Borreliose nicht impfen lassen. FSME-Gefahrenkarte zum Herunterladen.
Mit der richtigen Kleidung kann ich mich schützen
Gummistiefel und lange Hosen können Zecke ab- oder zumindest aufhalten. Die Kleidung alleine garantiert jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor Zecken. Sie können stundenlang herumkrabbeln und nach einer geeigneten Stichstelle «Ausschau» halten.
Rechtzeitiges Entfernen der Zecke reicht aus, um Krankheiten vorzubeugen
FSME-Viren können bereits kurz nach dem Stich übertragen werden. Von den Borreliose-Erregern wird angenommen, dass die Übertragung erst nach längerem Saugen erfolgt.
Der beste Schutz gegen einen Zeckenstich ist ihn zu vermeiden. Wer sich richtig schützt, kann das Risiko möglicher Folgeerkrankungen minimieren.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

