Schwung für den trägen Darm

Verstopfung lässt oft auf falsche Ernährung, ungenügende Flüssigkeitszufuhr und mangelnde Bewegung schliessen. So kommt Ihre Verdauung wieder in Schwung.

Man sitzt stundenlang auf dem Klo und es passiert nichts: Verstopfung. Wer jetzt zu Abführmitteln greift, kann eine Teufelsspirale in Gang setzen. Egal, ob Abführmittel pflanzlich sind oder aus dem Chemielabor kommen, regelmässig und dauerhaft eingenommen sind sie schädlich. Selbst natürliche Produkte haben eine starke Wirkung, die oft unterschätzt wird. Falsch und zu intensiv eingesetzte Abführmittel machen den Darm träge. Den meisten Leuten fehlt danach die Geduld zur Wiederherstellung der natürlichen Darmfunktion. Es kommt zu einer Abhängigkeit.

Simple Massnahmen

Auf Reisen, bei Ernährungsumstellung, langem Liegen (beispielsweise nach einer Operation) oder während Krankheit können Heilpflanzen den Darm in Schwung bringen. Beispielsweise mit Teezubereitungen aus gepulverter Rhabarberwurzel, der klein geschnittenen Faulbaumrinde oder Sennesblättern. Extrakte der Aloe-Pflanze hemmen die Entwässerungen des Stuhls. Wichtig: Greifen Sie nicht wahllos zu Abführmitteln. Lassen Sie sich in der Drogerie beraten.

Wichtig bei regelmässiger Verstopfung

Bereiten Sie sich morgens ein Müsli mit probiotischem Joghurt, Apfelstückchen, Dörrfrüchten sowie je einem Esslöffel Weizenkleie und Leinsamen zu. Der Joghurt bringt die Darmflora ins Gleichgewicht, die Früchte liefern Ballaststoffe, Weizenkleie weist eine hohe Quellfähigkeit auf und Leinsamen enthalten Schleimstoffe. Diese bewirken bei Verstopfung eine Verkürzung der Darmpassagezeit. Wer sich täglich eine halbe Stunde bewegt und zwei Liter Wasser trinkt, leidet seltener unter einem trägen Darm.

«Ich muss mal aufs Klo»

Gehen Sie wenn möglich immer zur selben Zeit zur Toilette. Bleiben Sie nicht zu lange sitzen und pressen Sie nicht unnötig, das begünstigt Hämorrhoiden. Verklemmen Sie nicht, das entzieht dem Kot Wasser und dickt ihn ein. Im Übrigen ist es nicht nötig täglich Stuhlgang zu haben. Zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich ist absolut normal.

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Autorin und Redaktion: Nadja Mühlemann
Quelle
  • «Drogistenstern»