Hilfe gegen jeden Schmerz

Ob Zahnweh oder Kopfschmerzen – gegen fast jeden Schmerz gibt es ein pflanzliches Mittel. Und oft genügt es schon, solchen Schmerzen gezielt vorzubeugen.

Schulmedizinische Schmerzmittel verhindern die Bildung von Schmerzbotenstoffen, senken Fieber und wirken gegen Entzündungen. Dabei hemmen sie eine Reihe körperlicher Schutzhormone, die sogenannten Prostaglandine. Diese schützen zum Beispiel die Niere, den Magen-Darm-Trakt oder das Herz-Kreislauf-System. Das führt nicht nur dazu, dass die Heilung weniger schnell vonstattengeht, es kann auch langfristige Folgen haben. Unterdrückte Schmerzen können chronisch werden.

Pflanzliche Arzneien dagegen sind komplexe Gemische aus vielen unterschiedlichen sekundären Pflanzenstoffen. Diese chemischen Verbindungen produzieren die Pflanzen, um sich vor Feinden wie Bakterien, Pilzen oder Viren zu schützen. In Phytopharmaka sind sekundäre Pflanzenstoffe im menschlichen Organismus an verschiedenen Stellen aktiv und wirken unterstützend auf die natürlichen Prozesse im Körper. Das fördert die Heilung. Weil die Phytopharmaka den Körper sanft unterstützen, dauert es in der Regel etwas länger, bis die Symptome verschwinden, doch auch Nebenwirkungen gibt es kaum oder gar keine.

Lesen Sie, gegen welche Schmerzen welches Kraut gewachsen ist:

Bauch
  • Bauchschmerzen vorbeugen: Verschiedene Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Anis fördern die Verdauung und sind blähungswidrig. Kauen Sie Ihr Essen mindestens 20 Mal pro Bissen, das beugt Verdauungsproblemen vor. Verzichten Sie auf blähende Lebensmittel (Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Soja) und kohlensäurehaltige Getränke.

  • Behandeln: Gegen Blähungen helfen Anis, Fenchel und Kümmel oder ein wärmendes, verdauungsförderndes Kräutermittel zum Beispiel mit Galgant, Kardamom und Zimt.

Gelenke
  • Gelenkschmerzen vorbeugen: Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu halten, damit Sie Ihre Gelenke nicht unnötig belasten. Ausreichend Bewegung ist gut für die Gelenke. Zu viel Sport schadet ihnen dagegen.

  • Behandeln: Eine Therapie mit Vitalstoffen, Glucosamin und Chondroitinsulfat oder Präparate mit Teufelskralle wirken entzündungswidrig und halten Knorpel, Bindegewebe und Bänder elastisch. Verschiedene Tees und Basenbäder helfen beim Entschlacken.

Kopf
  • Kopfschmerzen vorbeugen: Ausreichend Magnesium entspannt die Muskeln. Trinken Sie genügend Wasser (2–3 Liter pro Tag).

  • Behandlung: Eine spagyrische Mischung unter anderem mit Pestwurz, Belladonna und Passionsblume entspannt, lindert Schmerzen und stärkt die Nerven. Ätherische Öle mit Menthol kühlen Schläfen und Stirnbereich und sind schmerzstillend. Weidenrinde ist das pflanzliche Aspirin und lindert Schmerzen. Manchmal reicht schon eine Bettflasche, besonders bei Kindern.

Rücken
  • Rückenschmerzen vorbeugen: Bewegen Sie sich! Sport oder auch schon eine halbe Stunde spazieren pro Tag lösen Muskelverspannungen. Wer bei der Arbeit viel sitzt, sollte ab und zu aufstehen. Stärken Sie Ihre Rückenmuskulatur mit gezieltem Training.

  • Behandeln: Gegen Entzündungen helfen individuelle spagyrische Mischungen zum Beispiel mit Mädesüss, Arnika und Herbstzeitlose oder Teufelskralle. Äusserliche Behandlung der Muskeln: Gel, Spray oder Massageöl mit Wallwurz oder Arnika. Bei Rheuma oder Übersäuerung ist ein Bad in basischen Salzen sehr empfehlenswert.

Zähne
  • Zahnschmerzen vorbeugen: Achten Sie auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffversorgung, das sorgt für widerstandsfähigere Zähne und gesundes Zahnfleisch. Putzen Sie Ihre Zähne täglich zwei- bis dreimal. Verwenden Sie mindestens dreimal pro Woche Zahnseide.

  • Behandeln: Bei Nervenschmerzen können Sie Aconit-Öl auf die Wangen streichen oder Aconitum als spagyrisches Mittel einnehmen. Mundspülungen mit Nelkenöl oder Salbeiextrakt lindern das Schmerzgefühl.

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Autorin: Vanessa Naef
Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»