Pflanzenpower gegen Mücken

Mach die Fliege, Mücke. Diese Pflanzenstoffe stinken dir gewaltig.

Die Stechmücke versteht ihr Handwerk. Oft fällt sie über uns her, ohne dass wir es merken. Mit ihrem Rüssel ritzt sie die Haut auf, spritzt ihren betäubenden Speichel in die Öffnung und lässt sich mit Blut volllaufen. Die Konsequenz bekommen wir kurze Zeit später zu spüren. Wenn die Stichstelle anschwillt und juckt.

Stechmücken ist man aber nicht hilflos ausgeliefert. Paul Blöchlinger, diplomierter Drogist HF, weiss, was sie auf Abstand hält und wie Stiche schnell heilen. Er setzt auf pflanzliche Mittel: «Sie sind gut verträglich, bekämpfen Symptome und die Ursache.» Wer Stichen vorbeugen möchte, kann «Mittel anwenden, die den Hautgeruch oder die Raumluft beeinflussen». Denn die Plagegeister zieht ein ganzes Gebräu von Düften an. «Zum Beispiel Fleisch, aber auch süsse und menschliche Gerüche», sagt der Experte. Anderes stinkt den Mücken hingegen gewaltig:

Homöopathie

Gute Erfahrungen macht Blöchlinger mit dem homöopathischen Mittel Caladium. Das sind Globuli zum Schlucken. «Sie verändern den Geruch der Haut und halten so Insekten fern. Auch lindern sie Juckreiz», sagt er.

Sprays

Es gibt pflanzliche Anti-Insekten-Sprays mit ätherischen Ölen. Oft enthalten sie unter anderem Nelkenöl, Citronella, Lavendel und Eukalyptus. Das Mittel einfach alle zwei bis vier Stunden auf die Haut oder die Kleider sprayen. Blöchlinger: «Für Personen mit besonders sensibler Haut mische ich ein Mittel ohne Eukalyptusöl, die Essenz kann die Haut reizen.»

Wichtig: Wer sich in tropischen Gebieten vor übertragbaren Krankheiten schützen möchte, setzt besser auf Mückenschutz-Sprays mit dem chemischen Wirkstoff DEET oder Icaridin. «Sie wirken länger. Gerade in der Nacht kann man sich nicht regelmässig einsprayen», sagt Blöchlinger.

Hölzer

Harzige Hölzer wie Zedernholz und Arvenholz halten Mücken, Fliegen und Co. fern. Blöchlinger: «Viele Drogerien bieten auch reines Zedernöl an oder können es einer Bodylotion beimischen.»

Strath und Präparate

«Aufbaumittel und Präparate mit Vitamin B verändern den Körpergeruch, sodass Mücken weniger stechen», sagt Blöchlinger. Allerdings empfehlen dies nicht alle Drogistinnen und Drogisten. Die Expertenmeinungen gehen auseinander.

Insektenstiche behandeln

Ist es doch passiert und eine Mücke hat einen erwischt, lautet die Devise: bloss nicht kratzen! Viele Insektenstiche lassen sich pflanzlich behandeln:

Roller

Drogist Blöchlinger stellt selber einen Roller her, um Insektenstiche zu behandeln. Dieser enthält ätherische Öle und homöopathische Stoffe wie Propolis, Apis mellifica und Ledum sowie Gewürznelkenöl. «Das kühlt, hilft gegen Jucken, Schmerzen und Rötungen», sagt er.

Spray und Gel

Ein Spray oder Gel mit Arnika- und Brennnesselextrakten wirkt schmerzlindernd, kühlt und hemmt Juckreiz.

Beratung ist das A und O

Nicht alle Drogerien haben die gleichen Produkte im Sortiment. Am besten lassen Sie sich von Ihrer Drogistin oder Ihrem Drogisten beraten. Sie können auch über Anwendung und Dosierung informieren.

Autorin und Redaktion: Vanessa Naef
Quelle
  • Paul Blöchlinger, diplomierter Drogist HF