Vor dem Rauchstopp

Sie haben den Entschluss gefasst, mit dem Rauchen aufzuhören? Gratulation – jetzt geht es nur noch darum, das Unterfangen «Rauchstopp» gut geplant umzusetzen!

Die beste Nachricht vorneweg: Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Sie tun jedoch gut daran, sich nicht Hals über Kopf ins Abenteuer Rauchstopp zu stürzen. Einfach aus einer Laune heraus, seine Zigarettenpackung in den Abfalleimer zu schmeissen ist in der Regel nicht von Erfolg gekrönt. Catherine Abbühl, Teamleiterin der Rauchstopplinie der Krebsliga Schwei: «Spontane Aufhörversuche führen bloss bei drei Prozent zu langfristiger Abstinenz.» Entwöhnung bedeutet, sich bewusst auf einen längeren Lernprozess einzulassen und sich darauf vorzubereiten. Mehrere Versuche, dem Nikotin abzuschwören, sei eher die Regel als die Ausnahme. Im Schnitt benötigen Ausstiegswillige bis zu sechs Anläufe, bis es dann tatsächlich klappt.

Rauchverhalten

Vor dem Aufhören sollten Sie sich über Ihr Rauchverhalten klar werden. Wer mit Rauchen aufhört, gibt einen gut funktionierenden Belohnungsmechanismus auf. Bestimmte Situationen werden unbewusst mit dem Rauchen verknüpft. Dazu gehört beispielsweise auf den Bus warten oder die Raucherpausen während der Arbeit. Ein Selbstkontrollblatt der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz hilft Ihnen herauszufinden, bei welchen Gelegenheiten oder in welcher Stimmung Sie zur Zigarette greifen und welche Alternativen es gäbe. So sind Sie schon vor dem Rauchstopp für eventuelle Überraschungen gewappnet. Überdies kann das Ausfüllen des Kontrollblattes erste Anhaltspunkte über die geeignete Ausstiegsmethode geben.

Vor dem Rauchstopp

Je besser Sie sich auf Ihr künftiges Leben als Nichtraucher oder Nichtraucherin vorbereiten, desto höher sind die Chancen, dass Sie es auch schaffen. Lassen Sie sich folgende Ratschläge durch den Kopf gehen, bevor Sie zur letzten Zigarette greifen:

  • Sie haben schon erfolglose Versuche mit dem Rauchen aufzuhören hinter sich? Versuchen Sie herauszufinden, weshalb Sie wieder rückfällig wurden.

  • Teilen Sie Familie, Freunden und Arbeitskollegen Ihren Entschluss zum Rauchstopp mit. So wird es Ihnen niemand übel nehmen, wenn Sie in der Entzugsphase nervös oder gereizt sind. Bitte Sie Ihre Angehörigen, Sie vor allem in schwierigen Momenten in Ihrem Vorhaben aktiv zu unterstützen.

  • Suchen Sie in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld nach Gleichgesinnten. Gemeinsam ist es einfacher, den Rauchstopp durchzuziehen.

  • Wählen Sie einen arbeitsfreien Tag für Ihren ersten Tag ohne Zigaretten und kreuzen Sie sich diesen in Ihrer Agenda dick an. Idealerweise gönnen Sie sich an diesem Tag etwas Spezielles. Es ist nämlich besser diesen Neustart beispielsweise in einem Wellness-Tempel oder auf einer Wanderung zu verbringen, als in seinen eigenen vier Wänden auf die ersten Entzugserscheinungen zu warten.

  • Werfen Sie am Abend vorher alle Zigaretten und Rauchutensilien wie Aschenbecher und Feuerzeuge weg. Lüften Sie die Wohnung und sorgen Sie mit Duftlämpchen- oder Sprays für ein angenehmes Raumklima.

Da das Rauchen einen höheren Blutdruck verursacht, kann es zu Gefässverschlüssen kommen, und die Durchblutung wichtiger Organe wird eingeschränkt oder gar verunmöglicht. Entsteht eine Gefässverengung dort, wo die Herzkrankzgefässe den Herzmuskel mit Blut versorgen, dann besteht grosse Gefahr für einen Herzinfarkt. Die gute Nachricht: Nach einem Rauchstopp sinken die Risikofaktoren stetig und sind nach wenigen Jahren wieder gleich hoch wie bei einem Nichtraucher.

Rauchstopp

Wer beschliesst, künftig als Nichtraucher durchs Leben zu gehen, tut gut daran, den Rauchstopp sorgfältig zu planen. Ein Nikotinentzug ist nicht ganz leicht, wie Catherine Abbühl bestätig: «Während der ersten Tage und manchmal auch Wochen können sich Gereiztheit, Unruhe, Schlafstörungen und so weiter bemerkbar machen.» Das Wissen um die eigenen Gewohnheiten, eine starke Überzeugung und die passende Rauchstopp-Strategie sind wichtige Helfer im Kampf gegen die Sucht.

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Autoren: Didier Buchmann, Anania Hostettler
Redaktion: Didier Buchmann
Quellen
  • «Drogistenstern»

  • Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz, at-schweiz.ch