Hilfsmittel zum Rauchstopp

Pflaster, Kaugummi oder Inhalationsgeräte können helfen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist oft schwierig. In der Drogerie gibt es verschiedene Hilfsmittel, die den Rauchstopp erleichtern. Die Mittel sind für erwachsene Raucher geeignet. Drogistin Slavica Milutinovich: «Was für wen passt, ist individuell aber verschieden, am besten lassen Sie sich in der Drogerie beraten.» Sie empfiehlt zur Nikotinersatztherapie ein homöopathisches Mittel oder einen spagyrischen Spray. «Wenn dazu noch der Wille da ist, stehen die Chancen ganz gut. Und wenn es nicht klappt: Versuchen Sie es wieder! Ein Rauchstopp braucht Zeit.»

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Nikotinersatztherapien

Kaugummi/Lutschtabletten/Sublingualtabletten (schmelzen unter der Zunge) geben Nikotin ab, was Entzugssymptome wie Ruhelosigkeit, Nervosität oder depressive Verstimmungen vermindert und so hilft, das Suchtverhalten zu reduzieren. Sie kommen in Situationen, in denen typischerweise zur Zigarette gegriffen wird (Stress, Langeweile …), zum Einsatz.

  • Vorteil: Praktisch für unterwegs, Nikotin nur bei Bedarf.

  • Nachteil: Können abhängig machen. 

  • Geeignet eher für Raucher, die nur zu bestimmten Gelegenheiten oder Tageszeiten rauchen.

  • Wichtig: Nikotinkaugummis langsam kauen, damit sie wie gewünscht wirken.

Pflaster/Patches geben 16 bis 24 Stunden lang permanent Nikotin über die Haut ab. Es gibt sie in verschiedenen Dosierungen.

  • Vorteil: Nikotindosierung erfolgt gleichmässig. Einmal am Morgen aufgeklebt, hält es den ganzen Tag.

  • Nachteil: Wegen der permanenten Abgabe merkt man nicht, ob man genug Nikotin bekommt und die Dosis verringern könnte. Das Rauchen muss vollständig eingestellt werden.

  • Geeignet für (starke) Raucher, die über den ganzen Tag in mehr oder weniger gleich langen Abständen rauchen.

Inhalator: Durch Saugen am Mundstück verdampft eine bestimmte Menge Nikotin und wird über die Mund- und Rachenschleimhaut vom Körper aufgenommen.

  • Vorteil: Man führt den Inhalator wie eine Zigarette zum Mund. Wirkt sehr schnell.

  • Nachteil: Anwendung gewöhnungsbedürftig, da nicht inhaliert, sondern nur gepafft werden sollte.

  • Geeignet für Raucher, die die Hand-zu-Mund-Bewegung vermissen.

Komplementärmedizin

Homöopathie hilft auf die sanfte Art, das Suchtverhalten zu reduzieren. Hilfreich sind zum Beispiel Nux vomica, Okoubaka, Tabacum.

  • Vorteil: Keine Nebenwirkungen, sanfte Dosierung.

  • Nachteil: Als Alleinmittel eventuell zu schwach.

  • Geeignet für leichte Raucher oder als Ergänzung zu Nikotinersatztherapie.

Spagyrik stärkt die Nerven, beruhigt und wirkt ausleitend. Hilfreich sind zum Beispiel Mischungen mit Avena sativa, Coffea arabica, Nicotiana tabacum, Acorus calamus, Strychnos nux vomica.

  • Vorteil: Keine Nebenwirkungen.

  • Nachteil: Als Alleinmittel eventuell zu schwach.

  • Geeignet als Ergänzung zu Nikotinersatztherapie.

Quellen
  • Drogistenstern

  • Drogistin HF Slavica Milutinovic

  • Leiterin Wissenschaftliche Fachstelle (WIF) des Schweizerischen Drogistenverbandes: Dr. phil. nat. Anita Finger Weber

Autorin und Redaktion: Bettina Epper