Naturheilmittel bei PMS

Wenn wegen PMS die Brüste spannen, der Energiepegel auf den Nullpunkt sinkt und Heisshungerattacken sich häufen, ist Ruhe die beste Medizin. Auch Naturheilmittel können Abhilfe schaffen.

Die emotionalen Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) reichen von leichten Stimmungsschwankungen bis hin zu plötzlichen Tränenausbrüchen. Meistens treten die Beschwerden vier bis vierzehn Tage vor der Menstruation auf und verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind.

Unabhängig davon, wie sehr Sie unter PMS leiden, ist es wichtig, die Beschwerden nicht hinzunehmen. Drogistin Annemarie Steiner: «Jede Frau kann von PMS betroffen sein.» Darum ist es wichtig, dem Problem aktiv zu begegnen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Symptome zu lindern. Aufgrund der ungeklärten Ursachen wird PMS hauptsächlich symptomatisch behandelt.

Entspannung und mehr

Bei leichteren Beschwerden ist es wichtig, dass Sie auf Ihren Körper hören. Nehmen Sie sich ganz bewusst kurze Auszeiten, um zu entspannen. Bereits kleine Änderungen in Ernährung und Lebensstil reichen aus, um PMS-Symptomen vorzubeugen oder sie zu lindern.

  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten, die viel Früchte und Gemüse enthalten. Dies sorgt für einen konstanten Blutzuckerspiegel und verhindert Heisshungerattacken. Auch ein Mineralstoffpräparat mit Zink, Chrom und Mangan hilft gegen übermässige Hungergefühle.

  • Achten Sie auf eine gute Versorgung mit Magnesium, Eisen, Vitamin E und B. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie über die Möglichkeiten im Bereich der Nahrungsmittelergänzung beraten.

  • Aus der Komplementärmedizin kommen vorab die Traubensilberkerze und der Mönchspfeffer zum Zuge, da sie zyklusregulierend wirken.

  • Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte, und vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola und Alkohol.

  • Bewegung hilft! Treiben Sie mindestens ein- bis zweimal pro Woche Sport. Bereits ein Spaziergang oder lockeres Velo fahren können helfen.

  • Entspannen Sie verkrampfte Muskeln. Leichte Gymnastikübungen halten die Rücken- und Beckenmuskulatur in Schwung und können Schmerzen lindern.

  • Gönnen Sie sich hin und wieder eine Massage. Das lockert die Muskeln und hilft, Kraft zu tanken.

  • Kalte Lavendelkompressen eignen sich bei empfindlichen und schmerzhaften Brüsten.

Eine gute Hilfe

Beim prämenstruellen Syndrom sowie auch bei Menstruationsbeschwerden hilft Ihnen ein Menstruationskalender. Dort können Sie Ihre persönlichen Regeldaten eintragen und Ihre voraussichtlich nächste Periode berechnen. Um die Ursachen Ihrer Schmerzen herauszufinden sowie den Zyklus oder die Art der Schmerzen zu kontrollieren, empfiehlt es sich, ein Schmerzprotokoll zu führen. Das kann für Sie oder Ihre Ärztin eine wertvolle Hilfe bei der Behandlung sein. Vermerken Sie darin den Zeitpunkt, die Häufigkeit sowie die Art Ihrer Schmerzen.

Autoren: Jacqueline Graber, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann
Quelle
  • «Drogistenstern»