Natürliche «Virenkiller»

In der kalten Jahreszeit ist man anfällig für Viren und Bakterien. Heilpflanzen mit antiviralen und/oder antibakteriellen Eigenschaften, wie Echinacea, stärken das Immunsystem.

– Um ungebetenen Gästen wie Viren und Bakterien zu trotzen, hat die Natur den Menschen mit starken Abwehrkräften ausgestattet. Forscher vermuten, dass im menschlichen Organismus über neunzig Prozent der Infektionen stumm verlaufen. Das heisst, die Immunzellen liquidieren eingedrungene Krankheitserreger, ohne dass der Mensch etwas davon mitbekommt. Doch was ist zu tun, wenn mal etwas «Grösseres» daherkommt? Hansjörg Merz von der Reform-Drogerie Merz in Schiers (GR) rät in einem solchen Fall, rasch zu handeln: «Warten Sie nicht, bis aus dem Kratzen im Hals eine Angina wird, oder aus einer Erkältung eine Grippe. Wer rasch handelt, kann eine beginnende Infektion fast immer mit dem Einsatz eines Naturheilmittels stoppen.»

Sonnenhut schützt vor Viren

Speziell bei Erkältungen hat die Natur einige Tricks auf Lager, die den Griff zu Medikamenten überflüssig macht. «Etliche Pflanzen enthalten antivirale Wirkstoffe», bestätigt Hansjörg Merz. Einer der berühmtesten Virenkiller ist der Sonnenhut oder Echinacea prupurea, der auch in der Schweiz angebaut wird. Diese uralte indianische Heilpflanze steigert nachweislich die Abwehrkraft gegen Viren. Zubereitungen auf der Basis von Echinacea können therapeutisch oder vorbeugend eingenommen werden. Letztere verringet das Risiko, sich eine Erkältung, einen Schnupfen oder ähnliches zuzuziehen. Sogar Kleinkinder und Babys dürfen den Sonnenhut in spagyrischer oder homöopathischer Form einnehmen.

Bodyguards fürs Immunsystem

Um die Schutzkraft von Heilpflanzen zu steigern, werden im Drogeriealltag oft mehrere pflanzliche Mittel kombiniert. Das Resultat sind Naturheilmittel und Methoden, welche die Abwehrkraft steigern.

  • Heilpflanzen mit antiviralen und/oder antibakteriellen Eigenschaften. Beispiele: Umckaloabo (Pelargonium sidoides), Echinacea, Wasserdost.

  • Heilpflanzen mit immunmodulierenden Eigenschaften. Beispiele: Taigawurzel, Ginseng, Johanniskraut.

  • Naturheilmittel für verschiedene «Problemzonen», zum Beispiel Nasen-Rachen-Spray, Ohrentropfen, Inhalieröle, Erkältungssalbe, Bronchialtee usw.

  • Nahrungsergänzungsmittel mit abwehrsteigernden Vitalstoffen. Beispiele: Sanddornsaft, Propolis, Strath.

  • Vitalstoffpräparate mit isolierten oder kombinierten Wirkstoffen. Beispiel: Retardpräparate, die über den ganzen Tag verteilt Vitamin C ins Blut abgeben.

  • Wärmebäder und Hautöle, welche die natürlichen Haufunktionen beleben und Sie von Kopf bis Fuss in einen schützenden «Wärmemantel» hüllen. Beispiele: Johanniskrautöl, Rosmarinöl.

  • Einfache physikalische Massnahmen wie zum Beispiel Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung, welche die Nasenschleimhaut stärkt, sowie Nasensalben, die Viren, Bakterien und Allergene daran hindern, auf der Nasenschleimhaut zu landen.

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Foto: © Gallus Tannheimer / pixelio.de
Autorin: Irina Wald
Redaktion: Didier Buchmann
Quelle
  • «Drogistenstern»