Spurenelement für das Blut

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Es ist wichtig für viele physiologische Funktionen des Blutes. Das Problem aber ist: Eisen wird vom Organismus nur schwer absorbiert.

Eisen ist mit vier bis fünf Gramm im menschlichen Körper zwar nur in geringer Menge vorhanden, trotzdem ist es für den Organismus lebensnotwendig. Tatsächlich beeinflusst das Spurenelement rund 180 wichtige Funktionen.

Wichtiger Nährstoff

Die Hauptaufgabe des Eisens ist die Sauerstoffversorgung des Organismus. Eisen ist aber auch der wichtigste Bestandteil des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffs in den Blutkörperchen. Das Eisen im Hämoglobin bindet den lebensnotwendigen Sauerstoff, der von den roten Blutkörperchen aus der Lunge zu allen Körperzellen transportiert wird, die ihn zur Energieproduktion benötigen. Auch die Muskulatur ist auf Eisen angewiesen. Die Muskelzellen haben die Fähigkeit, Sauerstoff zu speichern, damit sie jederzeit schnell reaktionsfähig sind. Im Muskel wird der Sauerstoff an ein eisenreiches Eiweiss gebunden, das so genannte Myoglobin.

Auch im Gehirn ist Eisen eines der notwendigen Elemente, um Botenstoffe zu bilden. Diese Botenstoffe beeinflussen motorische Fähigkeiten, den Lernprozess sowie die Intelligenz. Nicht zuletzt spielt Eisen auch für die Immunabwehr und die Produktion von Hormonen, beispielsweise für Serotonin (auch bekannt als Glückshormon) und Dopamin (ein weiteres Glückshormon), eine grosse Rolle, und es ist für die Bildung von Grundsubstanz wie Haut, Schleimhäuten, Haarwurzeln und Nägel wichtig. Auch ist Eisen in Leber, Milz und Knochenmark zu finden und das Spurenelement spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem.

Bestandteil roter Blutkörperchen

Fast 70 Prozent der vier bis fünf Gramm Eisen befinden sich in den roten Blutkörperchen. Rund 10 Prozent sind ans Myoglobin und an Enzyme gebunden, die restlichen 20 Prozent werden als Ferritine in der Leber, der Milz und im Knochenmark gespeichert. Der Eisenspeicher ist ausgewogen, wenn der Körper soviel Eisen absorbiert wie er benötigt.

Normalerweise verliert der Körper nur wenig Eisen. Frauen verlieren in der Zeit zwischen der Pubertät und der Menopause jedoch während der Menstruation mehr Eisen. Erhöht ist der Eisenbedarf während des Wachstums, einer Schwangerschaft und bei starker körperlicher Anstrengung.

Das vom Körper benötigte Eisen, muss ihm über die Nahrung zugeführt werden. Erhält der Körper nicht die nötigen Eisenmengen, so ist er in der Lage, über einen kurzen Zeitraum auf eigene Reserven zurückzugreifen. Leeren sich die Eisenspeicher weiter, kann sich der Mangel in Symptomen wie Müdigkeit und Konzentrationsmangel zeigen und bis hin zur Anämie führen.

Eisen ist nicht gleich Eisen

Man unterscheidet zwischen Hämeisen und Nicht-Hämeisen:

  • Hämeisen ist das an Hämoglobin und Myoglobin gebundene Eisen, das nur in Fleisch und Fisch vorkommt.

  • Pflanzliche Lebensmittel enthalten dagegen Eisen in Form von Nicht-Hämeisen.

Eisen ist ein Spurenelement, das vom Körper schlecht aufgenommen wird. Entsprechend absorbiert er nur rund ein Viertel des Hämeisens und lediglich ein bis zehn Prozent des Nicht-Hämeisens. Hämeisen kann im Darm also besser aufgenommen werden als Nicht-Hämeisen, deshalb steht dem Organismus beim Verzehr von Fleisch deutlich mehr Eisen zur Verfügung als beim Verzehr gleicher Eisenmengen aus Getreide oder Gemüse. Ein Beispiel: Eine Portion Linsen enthält genau so viel Eisen wie eine Portion Kalbsleber. Aber der Körper kann von der Kalbsleber dreimal mehr Eisen absorbieren als von den Linsen.

Im Gegensatz zu Hämeisen, ist die Verfügbarkeit von Nicht-Hämeisen stark von anderen Nahrungsbestandteilen abhängig: Vitamin C (Ascorbinsäure) und gewisse Substanzen im Fleisch (vermutlich schwefelhaltige Aminosäuren und Peptide) fördern dessen Absorption im Darm, gewisse pflanzliche Inhaltsstoffe (z.B. Phytate aus Getreide und Hülsenfrüchten, Polyphenole aus Früchten, Gemüse, Tee und Wein) hemmen sie jedoch.

Eisen-Test

Sind Ihr Eisenspeicher voll? Testen Sie sich!

Autorin und Redaktion: Marie-Noëlle Hofmann
Übersetzung: Christa Friedli Müller
Quelle
  • «Drogistenstern»