Die heilende Kraft des Meeres

Muscheln, Algen, Salz und Co. Das Meer hat viel Gesundes zu bieten.

Sie freuen sich auf Ferien am Meer? Eine Wohltat für Körper und Seele! Ein bisschen Meeresgenuss können Sie sich ganz einfach auch zu Hause gönnen. Drogistin Stephanie Renner weiss, was Sie in Ihrer Drogerie Gutes aus dem Meer finden.

Algen

Es gibt Zigtausende Algenarten. Eine der bekanntesten ist die Spirulina (Blaualge). Diese Mikroalge enthält Mineralien und Spurenelemente, Aminosäuren sowie gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Spirulina helfen beim Entgiften, bei Schwermetallausleitungen und schützen vor freien Radikalen. Es gibt sie als Kapseln oder in Pulverform, lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.

Grünlippmuscheln

Grünlippmuscheln stammen aus Neuseeland, sie enthalten unter anderem Glykosaminoglykane, Omega-Fettsäuren und Mineralstoffe. Glykosaminoglykane können körpereigenes Glucosamin ersetzen. Dieser Aminozucker macht die Gelenke beweglich. Somit sind Grünlippmuscheln knorpelschützend, gelenkschmierend und helfen bei Verschleisserkrankungen wie Arthrose. Es gibt den Extrakt als Kapseln oder Gel. Vorsicht: Wer eine Fisch- oder Schalentierallergie hat, sollte keine Grünlippmuscheln nehmen. Fragen Sie in der Drogerie nach pflanzlichen Alternativen.

Meersalz

Salz aus dem Toten Meer enthält viele Spurenelemente und Mineralien. Als Bad dient es der Entspannung und Entkrampfung und ist bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Psoriasis oder Akne hilfreich; es lindert aber auch Gelenkbeschwerden wie Rheuma und Gicht. Wegen des hohen Magnesiumanteils hilft es ausserdem bei Muskelkrämpfen. Für ein Vollbad lösen Sie etwa 250 Gramm Salz in circa 37 Grad warmem Wasser. Baden Sie 15 bis 20 Minuten. Es gibt auch Produkte wie Körperlotionen, Duschgels, Gesichtsmasken, Peelings etc., die Meersalz enthalten. Sprays oder Salben mit Meersalz helfen bei Prävention und Behandlung trockener Nasenschleimhaut.

Omega-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren kommen in Meerfisch, Krill und Pflanzenölen vor. Sie sind essenziell, das heisst, der Körper kann sie nicht selbst bilden. Die wichtigsten sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). EPA ist gut fürs Herz-Kreislauf-System, reguliert die Blutfettwerte und den Cholesterinstoffwechsel und ist nötig für den Aufbau der Zellmembranen; DHA unterstützt die Entwicklung und die Funktion des Gehirns, der Nerven- sowie Sehzellen und ist darum für Schwangere und Kinder besonders wichtig. Es unterstützt ausserdem das Gedächtnis. Es gibt spezielle Präparate, die je nach Bedarf mehr EPA oder DHA enthalten.

Schlamm

Algenschlamm ist bekannt als Fango. Er strafft und entwässert, löst Ödeme und leitet Giftstoffe aus. Er hilft bei Cellulite und kann das Hautbild verschönern. Zudem wird die Mikrozirkulation verbessert und das Muskelgewebe gestärkt. Den pastenartigen Schlamm sollten Sie zwei- bis dreimal pro Woche auftragen, die Stelle mit Klarsichtfolie einwickeln, 45 Minuten einwirken lassen und sich entspannen. Vorsicht: Wer Krampfadern oder Besenreiser hat, sollte den kühlenden Schlamm verwenden. Nach der Schlammpackung wird empfohlen, ein straffendes Hautgel aufzutragen.

Schwamm

Schwämme sind Meerestiere. Durch ihre poröse Struktur sind sie sehr saugfähig und reinigen mild. Mit kreisenden Bewegungen können Sie die Durchblutung ankurbeln. Wichtig: Massieren Sie immer von unten nach oben, also herzwärts. Da Naturschwämme sehr weich sind, können sie auch für die Babypflege verwendet werden.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quelle
  • «Drogistenstern»