Spagyrische Essenzen sind auch für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere ausgezeichnet geeignet. Bei Kindern kann die Essenz in die Ellbeuge oder auf die Bauchdecke gesprüht und fein einmassiert werden. Entstehende Hautrötungen sind Folge der verstärkten Durchblutung und kein Grund zur Besorgnis. Bei einer durchschnittlichen Dosierung (täglich drei mal drei Sprühstösse; im akuten Fall halbstündlich oder stündlich ein Sprühstoss) werden pro Einnahme 0,06g Ethanol zugeführt. Pflanzentinkturen der gleichen Menge enthalten 0,5 bis 0,9g Ethanol. Eine Flasche Spray mit 50ml reicht für etwa dreissig bis fünfzig Tage. Gute Erfolge zeigen spagyrische Essenzen auch bei der Anwendung an Tieren.

7. Anwender und ihre Ausbildung

Diplomierte Drogistinnen und Drogisten kennen die Wirkung der spagyrischen Essenzen und deren therapeutische Anwendung. Sie wissen über die wichtigsten Heilpflanzen Bescheid und können Sie bezüglich Inhaltsstoffe und Indikationen beraten.

8. Behandlung und Ablauf

In einem Diagnosegespräch ermittelt der Experte oder die Expertin aus einem Schatz von mehreren Hundert verarbeiteten Pflanzen, wobei rund fünfzig bis achzig verschiedene spagyrische Essenzen häufig angewendet werden, das richtige Arzneimittel (kann eine Mischung von bis zu sieben Substanzen sein). Das ausgewählte Heilmittel wird bei Bedarf über einen längeren Zeitraum täglich eingenommen, maximal zwei bis drei Monate.

9. Grenzen und Risiken

Spagyrische Essenzen sind, wie homöopathische Heilmittel, nebenwirkungsfrei. Gegenindikationen oder Wechselwirkungen mit anderen Heilmitteln sind nicht bekannt. Der Einsatz von spagyrischen Mitteln birgt in der Regel keine toxischen Gefahren. So kann zum Beispiel auch die Tollkirsche (Atropa Belladonna) als spagyrisches Mittel eingesetzt werden. Das giftige Atropin ist nicht mehr enthalten. In seltenen Fällen können sich die Symptome zu Beginn der Behandlung vorübergehend verschlechtern.

10. Praxistipps

Individuell zusammengestellte spagyrische Heilmischungen wirken laut dem Solothurner Drogisten Anton Löffel besonders gut bei Nervenproblemen, Schlafstörungen, Unruhe, Schmerzen, Rheuma, Husten, Grippe, Schnupfen oder Hautekzemen – «kurz immer dann, wenn die Psyche mitspielt». Zusätzlich können spagyrische Essenzen die Ausscheidungsfunktionen des Körpers gezielt anregen und so mithelfen, den Körper zu entgiften. Durch den Einbezug der Seele der Pflanze unterstützen spagyrische Heilmittel auch gut die Wiedereinbettung in den natürlichen Lebensrhythmus, etwa bei Wechseljahrbeschwerden oder Schlafstörungen. In Ihrer Drogerie finden Sie gute Broschüren zur Spagyrik.

Quelle: Spagyrik AG Burgdorf
Autor: Jürg Bareiss
Redaktorin: Nadja Mühlemann
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