8. Behandlung und Ablauf
Zu Beginn einer Behandlung erfolgt ein eingehendes Gespräch. Dort versucht der Therapeut, sich ein Bild über die körperlichen und geistigen Befindlichkeiten seines Patienten zu machen. Oft erfolgt die Diagnose unter Berücksichtigung der so genannten Antlitzdiagnose.
Bereits Dr. Schüssler riet dazu, den Einsatz der Salze anhand der Gesichtszüge des Patienten zu optimieren. Diesem Hinweis folgend, entwickelte Kurt Hickethier die umstrittene Antlitzdiagnose. Sie soll es dem Therapeuten ermöglichen, aufgrund verschiedener Gesichtsmerkmale die Mineralstoffe und deren Dosierung noch gezielter zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten einzusetzen. Selbst wer keine Kenntnisse in der Antlitzdiagnose hat, könne durch das genaue Studium der Wirkungsweisen den jeweiligen Bedarf an Mineralstoffen erarbeiten.
9. Grenzen und Risiken
Grundsätzlich ist die Einnahme und Dosierung der Mineralsalze einfach und risikolos. Mit der Einnahme von Schüssler-Salzen sind keine Nebenwirkungen verbunden. Einschränkungen gibt es einzig bei einer Unverträglichkeit von Milchzucker. Hier kann es in seltenen Fällen zu Verdauungsbeschwerden oder Kreislaufstörungen kommen. Falls Sie eine solche Unverträglichkeit haben, müssen Sie dennoch nicht auf Schüssler Salze verzichten. Geben Sie die Pastillen ohne umzurühren in trinkwarmes Wasser. Nach rund vier Minuten haben sich die Mineralien gelöst und der Milchzucker sinkt als Brei auf den Glasboden. Nun kann das Wasser vorsichtig oben weggetrunken werden. Durch diese Anwendung wird die aufgenommene Menge an Milchzucker erheblich reduziert.
Als Alternative zu den Tabletten können die Mineralstoffe 1 bis 12 seit einiger Zeit auch in flüssiger Form eingenommen werden. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten.
Wie auch bei anderen alternativmedizinischen Behandlungen ist im Akutfall eine schulmedizinische Abklärung unumgänglich.
10. Praktische Tipps
Zur Behandlung verschiedener Beschwerden eignen sich verschiedene Kombinationen von Schüssler Salzen. Vor einer Schüssler-Salz-Therapie empfiehlt sich eine Beratung in der Drogerie.
11. Zahlt die Krankenkasse?
Viele Krankenkassen leisten einen Beitrag an die Behandlungskosten im Rahmen ihrer Zusatzversicherungen, sofern Therapeuten anerkannt sind. Nähere Informationen erhalten Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.
Autoren: Jürg Bareiss, Flavia Kunz, Didier Buchmann Redaktion: Didier Buchmann
