9. Grenzen und Risiken
In hohen Dosen können ätherische Öle toxisch und damit gefährlich sein. Vor allem bei Kindern, Schwangeren und geschwächten Personen sollte man mit der Anwendung ätherischer Öle sehr vorsichtig sein, weil sie sehr stark konzentriert sind und auf empfindlicher Haut zu Reizungen oder gar Verätzungen führen kann. Bei Babys und Kleinkindern sollte auf die Anwendung ätherischer Öle ganz verzichtet werden. Als ganz besonders gefährlich ist die potenzielle Allergenität der Aromaöle zu betrachten. Bei bekannter Neigung zu allergischen Reaktionen sollte daher im Zweifelsfall auf eine Anwendung verzichtet werden.
Ein Grossteil der verkauften Aromaöle stammt nicht (mehr) aus natürlichen Quellen, sondern wird synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt. So gibt es beispielweise gar nicht genügend Teebäume, um die Unmenge an aromatischem Teebaumöl zu produzieren, die der Markt verlangt. Das beliebte Teebaumöl hat oft einen hohen Gehalt an Terpenen, welche in hohem Masse lebertoxisch sind.
10. Praktische Tipps
Das Schöne an der Aromatherapie ist, dass sie ohne ‚Umwege’ wirkt. Die Wirkstoffe der ätherischen Öle gehen über die Haut oder die Nasenschleimhäute direkt in die Blutbahnen über und lösen im Gehirn den gewünschten Impuls aus. Dies ist bei vielen Medikamenten, die zuerst im Magen verfremdet werden, nicht der Fall. Die Aromatherapie entfaltet beim Massieren auch über die Reflexzonen der Hände und Füsse eine stimulierende Wirkung.» Dies sagt der eidg. dipl. Drogist und Metabolic Balance Ernährungsberater Manfred Heggli aus Schaffhausen.
Aromatherapie bei Erkältungen
Eine Mischung aus Eukalyptus-, Thymian- und Teebaumöl können als Zusatz in einem Bad, in einem Inhalationsgerät oder im Duftlämpchen vorbeugend oder lindernd bei Erkältungen wirken.
Aromatherapie in der Küche
Die geschmacksverbessernde Wirkung der Gewürze beruht auf leicht flüchtigen Verbindungen, den ätherischen Ölen. Aufgrund ihrer leichten Flüchtigkeit geben sie der Speise nicht nur einen angenehmen Geruch, sondern auch einen angenehmen Geschmack, da das Geschmacksempfinden sich zum größten Teil in der Nase abspielt. Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch physiologische Wirkung entfalten können, kann man mit verschiedenen Gewürzen auch durchaus medizinische Zwecke erfüllen. Die wichtigsten Funktionen von Gewürzen sind:
Konservierung der gewürzten Lebensmittel (Salz, Chili, Rosmarin)
Anregung des Appetits durch Bitterstoffe (Bitterliköre, Rosmarin, Pomeranzenschale)
Anregung der Verdauung durch Förderung der Magentätigkeit (Pfeffer, Salz, Essig)
Hilfe bei Darmkrämpfen und Verhinderung von Blähungen (Fenchel, Anis, Kümmel)
Verbesserung des Geschmacks von verdorbenen oder faden Lebensmitteln (Rosenwasser, Orangenblüten)
Ergänzung und Verstärkung des Geschmacks von wenig aromaintensiven Gerichten (Glutamat, Vanille, Butter)
11. Zahlt die Krankenkasse?
Viele Krankenkassen leisten einen Beitrag an die Behandlungskosten im Rahmen ihrer Zusatzversicherungen, sofern Therapeuten anerkannt sind. Nähere Informationen erhalten Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.
Autorin: Katharina Rederer
Redaktion: Nadja Mühlemann
