Energetische Therapien
Aromatherapie
1. Definition
In der Aromatherapie geht es darum, Gesundheit und Wohlbefinden durch Düfte positiv zu beeinflussen. Die verwendeten ätherischen Öle gewinnt man meist durch Wasserdampfdestillation aus Blättern, Blüten, Samen, Früchten, Zweigen und Wurzeln von Pflanzen wie beispielsweise Kamille, Rosmarin, Thymian, Lavendel und Sandelholz. Die Aromatherapie gehört zur Phytotherapie und zu den komplementärmedizinischen Methoden. Ätherische Öle verwendet man in der Pharmazie, der Kosmetikindustrie sowie in der Küche.
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Eine weitere nützliche Entscheidungshilfe bei der Wahl der richtigen Therapieform finden Sie in einem Leitfaden des Dachverbandes für Komplementärmedizin (Dakomed).
Dakomed-Leitfaden zum Download (pdf-Datei)
2. Philosophie
Aromatherapeuten gehen davon aus, dass jede Pflanze ein Energiepotential in sich birgt, das sie durch ihren typischen Duft auf den Menschen übertragen kann. Auch wird davon ausgegangen, dass übers Riechen im Gehirn angenehme Gefühle hervorgerufen werden können. Dadurch soll die Selbstheilungskraft des Körpers aktiviert, das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele wiederhergestellt und das Wohlbefinden gesteigert werden.
3. Plausibilität des Konzepts
Die lindernde und wohltuende Wirkung von Düften ist den Menschen schon seit der Antike bekannt. Von Heilkundigen und Priestern wurden Düfte oft verwendet, sei es zu Heilzwecken oder für kultische Handlungen. So berichtete etwa der römische Geschichtsschreiber Plinius, dass man frische Pfefferminzblätter an den Wänden des Krankenzimmers anbringen sollte, um die Raumluft zu «erfrischen». Im Jahr 1928 begann der französische Chemiker René Gattefossé die ätherischen Öle im Hinblick auf eine moderne Aromatherapie zu erforschen. Er entwickelte eine Heilmethode auf der Basis von natürlichen Pflanzendüften. Seither wurden immer mehr Entdeckungen auf dem Gebiet der Aromatherapie gemacht.
Ein in mehr als 200 Jahren erworbenes Know-how in Verbindung mit modernster Spitzentechnologie ist beispielsweise das Erfolgsrezept, mit dem das Schweizer Unternehmen Givaudan zum Weltmarktführer auf dem Gebiet der industriell hergestellten Duftstoffe und Aromen avancierte.
4. Belege für die Wirksamkeit
Ob es wissenschaftlich genügend fundierte Belege für die Wirksamkeit der Aromatherapie gibt, darüber streitet sich die Fachwelt. Die Aromatherapie ist eine «ernstzunehmende und auf naturwissenschaftlicher Basis begründbare», ergänzende Heilmethode, lautet eine diplomatische Formulierung. Skeptiker sagen eher: «Zwar ist die Wirksamkeit nicht erwiesen, der Wohlfühleffekt aber ist unbestritten.» Aber auch Schulmediziner setzen auf Aromatherapie: So nutzen zunehmend auch Spitäler ätherische Öle zur Förderung der Rekonvaleszenz, Schmerzlinderung, Beruhigung sowie zur Unterstützung gegen Schlafstörungen ein.
5. Anwendung
Manche Aromatherapeuten sind davon überzeugt, dass richtig eingesetzte Duftessenzen bei fast allen Erkrankungen zur Linderung oder Heilung beitragen können. In der Praxis verwendet man die ätherischen Öle der Aromatherapie vor allem bei psychosomatischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Verstimmung, Nervosität oder Stress. Auch als unterstützende Heilmittel bei Erkältungskrankheiten, Wechseljahrbeschwerden oder nervösen Magen-Darm-Beschwerden sind die ätherischen Öle anerkannt. Einige Beispiele von ätherischen Ölen und ihren Verwendungszwecken:
Eukalyptus: bei Fieber, bei Hautveränderungen oder als schleimlösendes Mittel bei Erkrankungen der Atemwegsorgane
Fenchel: bei Magenbeschwerden und Übelkeit
Jasmin: verleiht Selbstvertrauen und hilft bei Angst und depressiven Verstimmungen
Pfefferminze: bei Kopfschmerzen
