Von Deodorantien und Antitranspirantien
Während Deodorantien Körpergeruch überdecken, beseitigen und/oder verhindern, reduzieren Antitranspirantien die Schweiss-Sekretion selbst und verhindern so unangenehmen Körpergeruch bereits an der Quelle. Antitranspirantien sind Substanzen, die Eiweisse abbauen. Aus diesem Vorgang, der mehrere Stunden dauert, resultiert ein Komplex, der die Poren verstopft. Sie werden abends auf die gereinigte Haut aufgetragen. Die Wirkung erfolgt über Nacht, wenn die Schweissdrüsen inaktiv sind. Dadurch wird das Schwitzen unterdrückt. Ausserdem wirken Antitranspirantien bakteriostatisch, das heisst, die Bakterien werden an der Vermehrung gehindert. Deshalb vermindert sich tagsüber die Bildung von Geruchsstoffen durch Bakterien. Einige Produkte verringern laut Hersteller die Schweissmenge auf die Hälfte und sind auch für Hände und Füsse geeignet. Häufig wird Aluminiumhydroxychlorid als lokales Antitranspirans verwendet, weil es betreffend Schweisshemmung und gleichzeitiger Verträglichkeit gut abschneidet. Von einer langfristigen Verwendung von starken Antitranspirantien ist abzuraten. Es kann vorkommen, dass sich die Schweissdrüsen zu stark verschliessen und in der Folge vermehrtes Schwitzen an anderen Körperstellen auftritt. Zudem laufen übers Schwitzen wichtige Entgiftungsprozesse des Körpers.
Woher kommt der üble Geruch?
Am üblen Schweissgeruch sind die sogenannten apokrinen Schweissdrüsen (Duftdrüsen) schuld. Der Schweiss aus diesen Drüsen wird bei Stress, Angst und psychischen Belastungen vermehrt ausgeschieden. Die Drüsenaktivität verstärkt sich bei Frauen in gewissen Zyklusabschnitten und während der Menopause. Die apokrinen Schweissdrüsen befinden sich in stark behaarten Körperregionen wie Achselhöhlen und Schambereich. Jeder Ausgang einer Drüse mündet an ein Haar. Dort bildet sich dann der Grossteil der üblen Gerüche. Dermatologen empfehlen daher bei übermässigem Schwitzen, die Haare zu entfernen.
Ernährung kann viel bewirken
Die Ausdünstung der Menschen hat auch einen Zusammenhang mit ihren Ernährungsgewohnheiten. Eine ungesunde Ernährung kann zu einer übel riechenden Schweissabsonderung beitragen. Wer den Genuss von stark gewürzten Mahlzeiten mit viel Knoblauch, Zwiebeln, auch übermässigem Kaffeegenuss, Nikotin und Alkohol reduziert, hat weniger Probleme mit der Geruchsbildung. Zusätzlich eingenommene Salbeipräparate aus der Drogerie drosseln das Schwitzen von innen. Bevorzugen Sie zudem Kleidungsstücke aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide. Sie lassen die Haut atmen und regeln die natürliche Ausdünstung.
Autoren: Francesco Di Potenza und Nadja Mühlemann
Redaktion: Katharina Rederer
