Gewicht
Risiko Bauchfett
Zu viel Speck auf den Rippen kann Ihre Gesundheit gefährden. Dabei ist das Bauchfett gefährlicher als etwa das Hüftfett. Ein Fettbauch erhöht beispielsweise die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes.
Weltweit haben 250 Millionen Menschen Übergewicht – eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit. Denn was wir längst ahnen, hat die umfangreiche Forschungsarbeit «Interheart» an 27 000 Menschen in 57 Ländern wissenschaftlich bestätigt: je fetter der Bauch, desto höher das Gesundheitsrisiko. Dabei sind die Fettdepots am Bauch weitaus schädlicher als etwa die Pölsterchen an Hüften und Oberschenkeln.Gru
Das Bauchfett erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie erhöhte Cholesterinwerte, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes massgeblich. Ernst wird es ab einem Bauchumfang (gemessen auf Taillenhöhe) von über 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern. Wächst das Wohlstandsbäuchlein auf einen Wanst an, leiden die Betroffenen unter dem sogenannten metabolischen Syndrom. Dieses äussert sich durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz.
Apfel- oder Birnentyp
Aufschluss über die Fettverteilung am Körper gibt das Taillen-zu-Hüft-Verhältnis THV (engl. Waist to Hip Ratio). Es errechnet sich, indem man den Taillenumfang durch den Hüftumfang teilt.
Ein Wert von über 1.0 bei Männern und von über 0.85 bei Frauen weist auf den gesundheitlich eher unvorteilhaften Apfeltyp hin. Männer mit einem Taillen-zu-Hüft-Verhältnis von unter 1.0 und Frauen mit einem Wert unter 0.85 entsprechen dem vorteilhafteren Birnentyp. Generell lässt sich sagen: Je tiefer das THV, desto kleiner das Gesundheitsrisiko.
Das ist eine bauchbetonte Adipositas, bei der noch zwei der folgenden Kriterien ausserhalb der Normwerte liegen: erhöhte Nüchternblutzuckerwerte, erhöhte Triglyzeride (erhöhte Werte auf eine Fettstoffwechselstörung, Diabetes oder Übergewicht hin), erhöhter Cholesterinspiegel oder Bluthochdruck.

