Klarheit über Biolabels

Konsumentinnen und Konsumenten sind bereit, für gesund (und/oder fair) produzierte Güter einen etwas höheren Preis zu bezahlen, solange sie überzeugt sind, dass der Mehrpreis gerechtfertigt ist. Zwecks einer besseren Orientierung sind Labels geschaffen worden. Sie versprechen unter anderem umweltgerechte Produktion, energiearmen Betrieb, faire Sozialbedingungen oder besseres Wohnklima. Doch die Vielfalt der Labels ist oft verwirrend. Die Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels (der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz «Pusch») hat eine Datenbank erstellt, die über die Hintergründe der Labels Auskunft gibt.

Wie gesund ist Bio?

Bei der Frage, ob biologische Lebensmittel tatsächlich gesünder sind als konventionell hergestellte, sind sich Experten uneins. Im Zuge der BSE-Krise (2000) und anderen Lebensmittelskandalen wurde die ökologische Landwirtschaft und somit auch Biolebensmittel als die bessere Alternative zu konventionellen Produktionsmethoden und Produkten propagiert, doch heute werden auch Gegenstimmen laut: Mehrere Studien zeigen, dass Biolebensmittel hinsichtlich der Qualität, und vor allem in Bezug auf Geschmack und gesundheitliche Vorteile, nicht zwingend besser sind, als herkömmliche Lebensmittel (vergleiche zum Beispiel Stiftung Warentest 2010: Der Bio-Check.). In Sachen Öko-Bilanz übertreffen Biolebensmittel allerdings die herkömmlichen Produkte praktisch durchs Band.

Quellen: bio-suisse.ch / lohas.de / umweltschutz.ch / suite101.de
Autorin: Nadja Mühlemann
Redaktion: Katharina Rederer

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