Transparenz gefordert
Die rechtlichen Bestimmungen zu Lebensmitteln und Verpackungsmaterialien hinken laut TA-SWISS aber der Realität hinterher. Von den Herstellern, Verarbeitern und Händler fordern die Studienautoren insbesondere Transparenz und eine aktive Informationspolitik. Lebensmittel mit nanotechnologisch hergestellten Zusatzstoffen sollten etwa klar deklariert werden. Das Zentrum für Technologiefolgenabschätzung weist zudem darauf hin, dass die Rückverfolgbarkeit einiger Stoffe noch zu wünschen übrig lasse. Dies sei wichtig, um Produkte rasch vom Markt nehmen zu können, sollte es neue Erkenntnisse über allfällige Gefahren geben. «Neues in Nahrungsmitteln ist immer ein heikles Thema», sagte der Lebensmittelwissenschaftler Erich Windhab von der ETH Zürich zum «Tagesanzeiger». Manipulation an Lebensmitteln löse oft negative Gefühle aus. Um so wichtiger sei es, dass die Kundschaft klar erkennen könne, welchen Nutzen Nanofood wirlich bringe.
Zukunftsmusik
Von der Eistorte, die selbst Sonne und Hitze trotzt, sind wir zwar noch weit entfernt. Als mittelfristige Chance von nanotechnologisch hergestellten Lebensmitteln sieht TA-SWISS aber deren leichtere Handhabung. Nanofood dürfte sich so einerseits bei gestressten Fastfood-Liebhabern der westlichen Welt etablieren. Andererseits ist denkbar, dass die Bevölkerung in Entwicklungsländern von der Technologie profitiert. Grundnahrungsmittel könnten etwa mit Eisen, Zink oder Folsäure angereichert werden, was sich als potentes Mittel gegen die Mängelernährung entpuppen könnte.
Autorin und Redaktion: Franziska Linder
