Ernährung
Festtagsschlemmerei ohne Reue
Während der Festtage lauern die Kalorienfallen überall. Doch mit etwas Phantasie und Planung lassen sich typisch schweizerische Festessen «entschärfen».
Wer verzichtet in der Weihnachtszeit schon gerne auf die üppigen Leckereien? Doch das Schlemmen hat oft unliebsame Folgen. Üppige Gerichte wie Fondue, Festtagesbraten, Schinken über Lebkuchen zu Weihnachtsgebäck und Torten, das alles schlägt sich ganz schön nieder. Dank kleiner Finessen, lassen sich aber üppige Gerichte «abspecken», sodass Sie sie ohne Reue geniessen können.
Die Naturheilpraktikerin und Ernährungsexpertin Kathrin Täschler gibt Tipps, worauf bei den Weihnachtsklassikern wie Fondue Chinoise und Weihnachtsgans zu achten ist:
Fondue Chinoise
Die erste Chance, beim Weihnachtsschmaus Kalorien einzusparen, bietet sich laut Kathrin Täschler bereits beim Apéro. Anstelle von Butterstengeli und Chips kommen besser Mandeln oder Kürbiskerne auf den Tisch. «In Thymian, Rosmarin oder Salbei angeröstet sind Kürbiskerne ein leckeres Amuse-Bouche», so Täschler. Zudem hat es den Vorteil, dass das Glukagon angeregt wird. Glukagon ist Peptidhormon, dessen Hauptaufgabe die Erhöhung des Blutzuckerspiegels ist. Als Vorspeisen eignen sich auch leichte Suppen, zum Beispiel mit Kartoffeln oder Broccoli, Gemüse-Dips oder Salate mit leichter Sauce (nur Essig und gesundes Oliven-, Raps- oder Leinöl).
Bei der Hauptspeise, dem Fondue Chinoise, liegt die Fettfalle vor allem bei den Saucen, die üblicherweise zum Fleisch gereicht werden. Hier rät Ernährungsexpertin Täschler zu Selbstgemachtem, das ohne Konservierungsmittel und Zusatzstoffe auskommt. Dabei lohnt es sich, statt Mayonnaise Quark, Blanc battu oder Sauerrahm zu verwenden und so beim Fett zu sparen. Zentral beim Fondue Chinoise ist die Wahl des Fleisches. «Wählen Sie statt Rindfleisch lieber leichtere Varianten wie Kalbfleisch, Fisch, Poulet, Pferde- oder Straussenfleisch.» Bei den Beilagen sind gekochte oder Pellkartoffeln die bessere Wahl als Pommes frites und Wildreis ist weissem Reis vorzuziehen. Denn «Wildreis enthält mehr Ballaststoffe, die dafür sorgen, dass der Insulinspiegel nicht so schnell ansteigt», erklärt Täschler. Ausserdem bewirkt die Haut der Kartoffeln, dass die Kohlehydrate weniger schnell in den Blutkreislauf gelangen, ergänzt sie.
Langsam geniessen
Vergessen Sie auch Gemüse und Früchte nicht. Hier eignen sich Saisongemüse wie Broccoli oder Blumenkohl. Wem dies zu langweilig ist, kann auf exotische Früchte ausweichen, etwa auf die Avocado, die dank hohem Protein- und Fettgehalt gut sättigt. Papaya und Ananas wirken sich zudem positiv auf den Fettstoffwechsel aus. Beim Wein setzen Sie am besten auf Rotwein statt Weisswein, weil letzterer mehr Zucker enthält. Kathrin Täschler rät auch, das Festessen ohne schlechtes Gewissen zu geniessen. «Kauen Sie langsam und legen Sie mal eine Pause ein.» Dafür dürfen sich bewusste Schlemmer auch ein Dessert gönnen – ein Sorbet anstatt Rahmglace liegt auf jeden Fall drin. «Die gesündeste Wahl ist hier ein Fruchtsalat», so die Ernährungsexpertin. Bei den Weihnachtskeksen hingegen ist eine gewisse Zurückhaltung angebracht.

