Wundpflege
Gezielte Erstversorgung
Soll man Platzwunden auswaschen? Wann gehören Verbrennungen in die Hände eines Arztes? Das Gesundheitsportal vitagate.ch gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Erstversorgung bei Verletzungen.
Ein Sturz vom Fahrrad oder ein kleiner Ausrutscher mit dem Sackmesser ist schnell geschehen. Kleinere Schürf-, Stich- und Schnittwunden sind meist nicht so schlimm. Dennoch sollten sie nicht verharmlost und entsprechend behandelt werden. Eine gute Wundversorgung beugt möglichen Infektionen und Narbenbildung vor.
Elastische Binden spielen bei der Erstversorgung von Verletzungen eine wichtige Rolle.
Schnittwunden
Schnittwunden kurz bluten lassen und unter fliessendem Wasser reinigen – dadurch werden Keime aus der Wunde gespült. Die Wundränder anschliessend mit flüssigem Mittel desinfizieren und mit einem Pflaster abdecken. Wunden im Gesicht oder an Gelenken sowie stark blutende Schnittwunden gehören in die Hände eines Arztes. Dies gilt auch für Schnittwunden, deren Wundränder auseinanderklaffen.
Schürfungen
Wunden mit klarem Wasser reinigen und desinfizieren. Kleine Schürfungen können an der Luft gut trocknen und müssen nicht abgedeckt werden. Bei etwas grösseren Schürfungen bilden moderne Sprühpflaster einen Schutzfilm auf den verletzten Hautstellen. Bei nässenden Wunden eignen sich spezielle Schürfwundenpflaster besonders gut.
Riss- und Platzwunden
Schmutz darf nicht ausgewaschen und feststeckende Teilchen müssen durch einen Arzt entfernt werden. Als Erste-Hilfe-Massnahme dem Patienten einen sterilen Verband oder bei Verletzung einer Arterie sofort einen Druckverband anlegen. Eventuell muss die Wunde genäht und eine Tetanus-Auffrischungsimpfung verabreicht werden.

