Die Vorzüge der Kälte
Gleich wie Wärme kann auch Kälte Rheumaschmerzen lindern. Die Kältetherapie oder Kryotherapie wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend auf den Körper. Es werden vier Stufen unterschieden
8 bis 11 Grad: Es wird Wasser verwendet. Diese Technik fördert und stärkt die Durchblutung und den Kreislauf.
0 bis minus 15 Grad: Einen Beutel mit Eis oder Kryogel (Gel, das in einen Beutel eingeschlossen ist und im Tiefkühler aufbewahrt wird) während 10 bis 15 Minuten (maximal 20 Minuten) auf die schmerzende Stelle legen. Achtung: Den Eis- oder Gelbeutel nicht direkt mit der Haut in Kontakt bringen, sondern in ein Tuch einwickeln.
Minus 20 bis minus 30 Grad: Kryotherapie mit Raumluft, die in einen Behälter gesaugt und abgekühlt wird. Die kalte Luft wird auf die Haut des Patienten oder der Patientin geblasen.
Minus 60 bis minus 110 Grad: Solche Temperaturen sind nur in Spezialkammern oder mithilfe von Gasen erreichbar. Mit dieser Methode wird Gewebe eingefroren, wodurch die Nervenübertragung verlangsamt oder blockiert wird. Dadurch verschwindet der Schmerz. Auch die Gelenkbeweglichkeit verbessert sich.
Personen mit Ödemen oder Herzproblemen dürfen die Kryotherapie nur mit grösster Sorgfalt anwenden. Ausserdem darauf achten, dass man sich nicht erkältet!
Massagen
Massagen verbessern die Durchblutung und entspannen die Muskulatur. Zudem haben sie eine emotional wohltuende Wirkung auf den Patienten oder die Patientin. Salben oder Gels verwenden, die zum Beispiel Johanniskraut, Wallwurz oder Arnika enthalten.
Die traditionelle chinesische Anmo-Tuina-Massage und die Esalen-Massage fördern die Entspannung und haben eine belebende Wirkung auf den Organismus.
Autoren: Irina Wald, Pierre Jenny
Redaktion: Didier Buchmann
