Rheuma
Rheuma braucht Bewegung
Bewegung steigert die Durchblutung und stärkt die Muskeln – zwei Effekte, die rheumatischen Erkrankungen entgegenwirken.
Wer rastet, der rostet! Weshalb? Ohne Bewegung «verhungern» die Gelenke sprichwörtlich. Der Grund dafür liegt im Bauplan der Gelenke: Diese werden bei jeder Bewegung leicht gepresst, sodass sie in der folgenden Entlastungsphase wie ein sich ausdehnender Schwamm Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit aufnehmen. Bewegung fördert also die Gesundheit, weil sie die Durchblutung der Gelenke verbessert und die Muskulatur stärkt – zwei Effekte, die Gelenkbeschwerden vorbeugen und gegen Rheuma wirken. Aber aufgepasst: Sportarten, bei denen man schlagen oder abrupt die Richtung wechseln muss (Fussball, Volleyball, Tennis) können Gelenkverletzungen zur Folge haben und sind nicht empfehlenswert, wenn man von Rheuma betroffen ist. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Sportarten, die gelenkschonend sind.
Gelenkschonene Sportarten
Kraft, Kondition, Beweglichkeit, Koordination oder Ausdauer? Die Broschüre «Sport für Einsteiger und Umsteiger» der Rheumaliga Schweiz hilft Ihnen bei der Auswahl der für Sie geeigneten Sportart. Wenn Sie eine der folgenden Sportarten betreiben, liegen Sie auf keinen Fall falsch, diese zählen nämlich zu den «Top Ten» der gesündesten Sportarten: Walking/Nordic Walking, Fahrrad fahren, Langlauf, Wandern, Jogging, Schwimmen, Aquafit, Golf, Tai Chi Chuan/ Qi Gong, Krafttrainng. Zur Vorbeugung gegen Rheuma wird auch ein Programm mit Dehnübungen empfohlen. Zu einem gelenkfreundlichen Warm-up gehören einige Minuten Warmlaufen vor dem Training. Das bringt Herz und Kreislauf allmählich auf Touren und der Bewegungsapparat wird vorgewärmt. Das Dehnen kann auch in den Alltag eingebaut werden. Wer innerhalb von sechs Wochen einen Effekt erzielen will, sollte täglich dreimal dehnen. Das ist nötig, damit das Gewebe reagiert und sich anpasst. Mehr zum Thema Dehnen.
Bewegung in der Therapie
Therapien, die auf Bewegung fokussieren, können fortschreitende Rheumaerkrankungen verlangsamen (besonders Arthrose). Sie korrigieren schlechte Körperhaltungen und entspannen tiefliegende Muskelverspannungen

