Wann zum Arzt?
Die Faustregel des Drogisten Gmünder lautet: «Sobald sich der Gesundheitszustand verschlechtert oder die Halsschmerzen innerhalb von zwei bis drei Tagen trotz Behandlung nicht nachlassen, ist ein Arztbesuch nötig.»
Kann man selbst feststellen, ob es sich um eine harmlose Entzündung oder eine eher riskante Angina handelt? «Charakteristisch sind bei allen Krankheitsformen Rötung, Kratzen und Schwellung. Ist der Kehlkopf entzündet, kommt es zusätzlich zu Heiserkeit. Bei Angina sind zusätzlich die Gaumenmandeln geschwollen, gerötet oder gar vereitert», erklärt Raffael Gmünder. Die Gaumenmandeln sind Teil des hinteren Rachenraumes. Öffnet man den Mund weit und drückt die Zunge nach unten, erkennt man auf beiden Seiten rundliche Wölbungen, das sind die Gaumenmandeln. Sind sie infolge eines Infekts angeschwollen, fühlt es sich an, als drückten zwei Klösse auf den Hals. Das führt zu starken Schluckbeschwerden. Vereiterte Gaumenmandeln sind voller gelber Punkte, sogenannten Stippen. Bei diesem Anzeichen ist ein Besuch beim Arzt nötig. Denn eine Angina ist nicht ganz ungefährlich. Schlimmstenfalls kann sie eine schwere Erkrankung des Herzens nach sich ziehen.
Autorinnen: Flavia Kunz, Angela Caprez, Nadja Mühlemann
Redaktion: Katharina Rederer
