Erkältung
Öfter mal die Nase durchspülen
Lassen Sie sich vom Schnupfen nicht auf der Nase herumtanzen. Spülungen mit Meersalz befreien die Nase und geben Erkältungsviren und Bakterien keine Chance.
Bis zu dreissig Millionen Riechzellen sorgen dafür, dass unsere Nase Tausende von Gerüchen wahrnehmen kann. Wird die Nasenschleimhaut von Erkältungsviren besetzt, werden die «Superkräfte» unseres Riechorgans kurzzeitig ausser Gefecht gesetzt. Durch das Anschwellen der Schleimhaut wird die Nasenatmung behindert – was im Volksmund als «verstopfte Nase» bezeichnet wird. «Die schnellste Methode, um eine Schnupfennase zu befreien, ist der Gebrauch eines synthetischen Schnupfensprays», erklärt der eidg. dipl. Drogist Stefan Fehr aus St. Gallen. Inhaltsstoffe wie Oxymetazolin oder Xylometazolin schwellen die Nasenschleimhaut innerhalb weniger Minuten ab. Das verschafft für ein paar Stunden Luft und überschüssiges Nasensekret kann ungehindert abfliessen. Trotz der positiven Eigenschaften abschwellender Nasensprays und -tropfen, sollten sie wirklich nur bei total verstopfter Nase und nicht länger als eine Woche benutzt werden. Sie reduzieren nämlich die Durchblutung der Schleimhaut, trocknen sie aus und Erleichtern so das Eindringen von Viren und Bakterien. «Wer diese Präparate gewohnheitsmässig gebraucht, kann sich einen chronische Schnupfen einhandeln oder die Nasenschleimhaut dauerhaft schädigen», sagt Stefan Fehr.
Im Extremfall kann die Nasenschleimhaut dermassen anschwellen, dass es für unseren Geruchs- oder Geschmackssinn kaum mehr möglich ist, ein Wurstbrot von einer Cremeschnitte zu unterscheiden. Sollten sich zudem noch starke Kopf- oder Kieferschmerzen einstellen, könnte dies auf eine akute Entzündung der Stirn- oder Nasennebenhöhlen hinweisen. In diesem Fall empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Öfter mal durchspülen!
Die Drogerie bietet zur Behandlung von leichtem bis mittlerem Schnupfen eine Reihe allopathischer wie auch natürlicher Arzneimittel an. Äusserlich angewendet, verhelfen Inhalationen mit ätherischen Ölen wieder zu freiem Durchatmen. Am besten eignen sich Öle, die mit den Heilpflanzen Thymian, Eukalyptus oder Pfefferminze versetzt sind. Wichtige Einschränkung: Inhalationen dürfen bei Kindern unter sieben Jahren nicht durchgeführt werden
Effektive Linderung für Kinder und Erwachsene bringen Nasenspülungen mit Meer- oder Kochsalz. Am einfachsten ist die Anwendung einer fertigen Lösung. Wer es günstiger haben will, kann die Spülung auch selbst anrühren. Neun Gramm Salz in einem Liter lauwarmem Wasser gelöst, ergeben eine istotonische Lösung. Isotonisch bedeutet, dass die Lösung die gleiche Konzentration an Mineralstoffen aufweist, wie sie im menschlichen Blut vorhanden ist. Wird das Salz überdosiert, besteht die Gefahr, dass die Nasenschleimhäute gereizt werden.

