Blasenentzündung

Blasenentzündug frühzeitig vorbeugen

Ständiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen – jede zweite Frau kennt die Begleiterscheinungen einer Blasenentzündung. Neun einfache Tipps helfen, diesem Übel vorzubeugen.

Ständiger Harndrang, das kann ein Hinweis auf eine Blasenentzündung sein.

Ständiger Harndrang, das kann ein Hinweis auf eine Blasenentzündung sein.

In rund siebzig Prozent aller Fälle wird eine Blasenentzündung durch Darmbakterien ausgelöst. Diese gelangen via Harnröhre in die Blase und verursachen die eigentliche Entzündung. Frauen sind ungleich häufiger davon betroffen als Männer. Der Grund dafür liegt bei der unterschiedlichen Anatomie der Harnröhre. Bei Frauen ist diese wesentlich kürzer, sodass Bakterien weniger Widerstand überwinden müssen, um in die Blase zu gelangen. Faktoren, die eine Blasenentzündung begünstigen sind Unterkühlung, Scheidenentzündungen, Störungen der Vaginalflora, falsche Analhygiene sowie eine geschwächte Immunabwehr.

Neun Tipps zum Vorbeugen

1. Setzen Sie sich nicht auf kalte Böden oder Steine und tragen Sie stets warme Unterwäsche. Zum Warmhalten eignen sich auch Nierenwärmer, die in unterschiedlichen Ausführungen in Drogerien erhältlich sind.

2. Achten Sie bei einem Besuch im Schwimmbad darauf, dass Sie nasse Badeanzüge nicht zu lange anbehalten.

3. Trinken Sie zwei Liter Wasser pro Tag. Das spült die Harnwege und vermindert das Risiko, dass sich Krankheitskeime ansiedeln.

4. Gehen Sie bei Harndrang gleich zur Toilette. Eine überdehnte Blase fördert die Vermehrung von Keimen.

5. Da meist Darmbakterien zu einer Blasenentzündung führen, ist es ratsam, Ihre Intimzone nach dem Toilettengang immer von vorne nach hinten zu reinigen.

6. Tragen Sie keine engen Hosen.

7. Benutzen Sie zur Intimpflege nur klares Wasser oder milde Waschlotionen. Bei empfindlicher Blase ist von Intimsprays abzusehen.

8. Manche Frauen leiden nach dem Geschlechtsverkehr immer wieder unter einer Blasenentzündung. In diesem Fall empfiehlt es sich, vor dem Geschlechtsverkehr ein grosses Glas Wasser zu trinken. Dies ermöglicht nach dem Verkehr eine rasche Entleerung der Blase und das allfällige Hinausspülen von Keimen.

9. Zur Langzeitvorbeugung kann täglich ein Deziliter Preiselbeersaft eingenommen werden. Entsprechende Präparate finden Sie in Ihrer Drogerie.

Blasenfreundliche Nahrungsmittel

Eine ausgewogene Ernährung kurbelt nicht nur den Stoffwechsel an, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf unsere Blasengesundheit. Einige Lebensmittel wie etwa der Knoblauch wirken auf natürliche Weise antibakteriell, leicht harntreibend und entzündungshemmend.

Übrigens: Kürbiskerne sind zur Vorbeugung nicht nur für die männliche Prostata sehr wertvoll, sondern schützen auch das Blasengewebe der Frau.

Warum bauchfrei ungesund ist

Hüfttiefe Hosen und knappe Oberteile waren bei jungen Frauen eine zeitlang in. Dieser Modetrend ist zum Glück am Abflauen, denn er birgt Gefahren: «Bei Frauen, die in jungen Jahren regelmässig bauchfreie Oberteile tragen, sind später chronische Nieren-Blasen-Beschwerden vorprogrammiert», prognostiziert Serge Hafen, eidg. dipl. Drogist aus Bassersdorf (ZH). Durch die mangelnde Bekleidung wird die Nieren- und Blasengegend permanent unterkühlt. Das reduziert die Durchblutung und beeinträchtigt die Abwehrkraft der Unterleibsorgane. Wer auf Nummer sicher gehen will, bevorzugt Kleider, die die Bauch- und Nierengegend warm halten. Sollte es trotz aller Vorsicht zu einer Entzündung kommen, kann eine beginnende Blasenentzündung auch mit sanften Mitteln behandelt werden.

Quelle: «Drogistenstern»
Autoren: Petra Gutmann, Menta Scheiwiler Sevinç, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann

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