Allergien

Kontaktallergie – Feuer auf der Haut

Kontaktallergien treten oft scheinbar grundlos auf. Doch jede Allergie hat ihre Ursache. Ist diese erst einmal gefunden, kann effektiv geholfen werden.

Nickelhaltiger Schmuck ist ein häufiger Auslöser von Kontaktallergien.

Nickelhaltiger Schmuck ist ein häufiger Auslöser von Kontaktallergien.

Brennnesseln sollte man nicht in die Finger nehmen. Tut man es dennoch, juckt die Haut und beginnt sich zu röten. Halb so wild! Nach einer Weile lassen die Beschwerden nach. Reagiert die Haut auf solche äusserlichen Einflüsse, spricht man im Fachjargon von einer Kontaktreaktion. Länger anhaltend und stärker sind die Symptome bei einer Kontaktallergie.

Wie eine Kontaktallergie entsteht

Bei einer Kontaktallergie treten die Hautsymptome nicht gleich bei der ersten Berührung mit dem Allergen auf. Der Organismus wird beim ersten Kontakt zunächst nur sensibilisiert. Kommt die Haut zum zweiten Mal mit dem Allergen in Berührung aktiviert der Körper das Immunsystem. Als Folge reagiert die Haut mit einer Entzündung, um das Allergen abzuwehren. Die allergische Reaktion tritt meist sehr begrenzt an der Kontaktstelle auf – dies kann beispielsweise an den Fingern oder am Handgelenk der Fall sein. Symptome einer Kontaktallergie sind eine Rötung, Schwellung, starker Juckreiz, Bläschenbildung, eine trockene, heftige Abschuppung oder ein nässender Ausschlag und manchmal Hautrisse. Wird der Kontakt unterbrochen, klingen die Beschwerden in den meisten Fällen innert weniger Stunden bis Tage ab.

Die bekanntesten Allergene, die eine Kontaktallergie auslösen können sind:

  • Metalle

  • Nickelhaltiger Schmuck

  • Leder-, Farb- und Konservierungsstoffe

  • Kosmetika

  • Wasch- und Reinigungsmittel

  • Gummi

  • Lacke

Kontaktallergien zählen auch zu den sogenannten Berufskrankheiten. Häufig betroffene Berufsgruppen sind Bäcker (Mehlallergie), Friseure (Shampoos, Haarfärbungen), Maurer, Maler, Fliesenleger (Kleber, Farben, Zementbestandteile), Maschinenpersonal (Kühlschmierstoffe), sowie Reinigungspersonal (Haushaltreiniger).

Liegt eine Kontaktallergie vor?

Beim Verdacht auf eine Kontaktallergie sollten Sie sich von einer Fachärztin oder einem Facharzt untersuchen lassen. Zuallererst liefert die Beobachtung der Symptome wie Rötung, Juckreiz usw. wichtige Hinweise für die Diagnose. In einem weiteren Schritt erfolgt in der Regel ein sogenannter Plättchen- oder Epikutantest. Dabei werden Allergene in kleinen Mengen mittels eines Plättchens auf den Rücken geklebt und 24 bis 48 Stunden dort belassen. Bei einer Allergieneigung ist eine leichte Reaktion sichtbar.

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