Schützen Sie sich vor der Sonne!

Wer sich den Sonnenschutz zu Herzen nimmt, und mit der Sonne massvoll umgeht, verbucht Pluspunkte auf seinem Hautschutzkonto.

– Mit einer Fläche bis zu zwei Quadratmetern ist die Haut das grösste Organ des Menschen. Sie reguliert die Körpertemperatur und einen Teil des Wasserhaushalts. Zudem dient sie als Kontakt- und Sinnesorgan und schützt unseren Körper vor Umwelteinflüssen wie Kälte, Hitze, UV-Strahlen, Chemikalien oder Keimen. Gründe genug, um die Haut ausreichend vor der Sonne zu schützen. Denn: Bräunt die Haut – wehrt sie sich gegen UV-Strahlung!

Nicht alle Hauttypen reagieren gleich stark auf die Sonneneinstrahlung. Dennoch gilt: Ob dunkel- oder hellhäutig – alle Menschen sollten sich vor der gefährlichen UV-Strahlung schützen. Der Hauttyp alleine ist nämlich nicht ausschlaggebend, um die Eigenschutzzeit der Haut bestimmen zu können, warnt die Krebsliga Schweiz. So sind nebst Sonnenschutz und Hauttyp auch die Art (z.B. Wasser- oder Skisport) und die Dauer des Aufenthalts im Freien sehr wichtig. Zudem sei auch die Intensität der UV-Strahlen zu beachten. Je nach Tages- oder Jahreszeit (z.B. reflektierender Schnee), Breitengrad oder Höhenmeter ist die Einstrahlungsintensität nämlich unterschiedlich. Überdies ist es gut zu wissen, dass auch gewisse Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern können.

So schützen Sie sich richtig

  • Vermeiden Sie intensive Mittagssonne.

  • Sonnencremes mit chemischen Filtern sollten schon vor dem Sonnenbad gründlich eingerieben werden, da die Schutzwirkung erst rund zwanzig Minuten später eintritt. Cremen mit physikalischen Filtern schützen direkt nach dem Auftragen.

  • Sparen Sie nicht mit Sonnencreme (ca. 30 ml für den ganzen Körper einer erwachsenen Person).

  • Um den Lichtschutz aufrechtzuerhalten, sollte der Sonnenschutz mehrfach aufgetragen werden – insbesondere nach dem Aufenthalt im Wasser.

  • Schützen Sie Ihre Haut mit einem Hut, langer Kleidung und einer Sonnenbrille vor zu viel UV-Strahlung.

Empfindliche Kinderhaut

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind die Eigenschutzmechanismen der Haut und der Augen bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet. Die Haut ist dünner und somit empfindlicher und durchlässiger für Schadstoffe und UV-Strahlen. «Vor allem Säuglinge und Kleinkinder gehören definitiv nie ungeschützt an die Sonne», sagt die Drogistin HF, Deborah Schöni. Der beste Sonnenschutz für Kinder ist, sich möglichst im Schatten aufzuhalten. Bei der Bekleidung gilt darum die Vier-H-Regel: Hut mit Nackenschutz, Hose, Hemd, hoher Lichtschutzfaktor. Spezielle Sonnenschutzmittel für Kinder helfen einem Sonnenbrand vorzubeugen und das Unverträglichkeitsrisiko möglichst klein zu halten.

Kindergerechte Produkte weisen einen hohen Lichtschutzfaktor auf, sind wasserfest und enthalten weder Duftstoffe, Alkohol noch Konservierungsstoffe. Wichtig: Selbst als «wasserfest» bezeichnete Sonnenschutzmittel werden beim Abtrocknen abgerieben und müssen darum erneut aufgetragen werden. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Cremen, Sprays usw. erhalten Sie in Ihrer Drogerie.

Verhalten an Hitzetagen

Die Kraft der Sonne kann nicht nur unsere Haut, sondern den ganzen Organismus belasten. Steigt das Thermometer über dreissig Grad, reagiert der Körper mit Mattigkeit und Kreislaufschwäche. Insbesondere ältere Menschen sind gefährdet. Sie spüren die Notwendigkeit oft nicht, sich gegen hohe Temperaturen zu schützen. Einerseits haben betagte Personen eine schlechtere Wärmeregulation und schwitzen weniger. Andererseits besitzen sie oft ein vermindertes Durstgefühl. Ein Ratgeber zum Thema «Verhalten an Hitzetagen» des Bundesamtes für Gesundheit zeigt auf, wie Sie sich und älteren Menschen an Hitzetagen helfen können.

Autor: Didier Buchmann
Redaktion: Katharina Rederer
Quellen
  • Krebsliga Schweiz

  • Bundesamt für Gesundheit (BAG)