Reisen mit Babybauch

Solange werdende Mütter sich gut fühlen, steht einer Reise mit Babybauch nichts im Weg. Was Schwangere vor der Abreise in die Ferien aber beachten sollten.

– Das zweite Drittel der Schwangerschaft ist die beste Zeit, um eine Reise anzutreten. Die Beweglichkeit ist noch nicht so stark durch den grösser werdenden Bauch eingeschränkt wie im letzten Drittel. Der Körper hat sich zu diesem Zeitpunkt bei den meisten Frauen auf die Schwangerschaft eingestellt und Beschwerden wie Übelkeit sind verschwunden. Eine erholsame Reise vor der Geburt tut werdenden Müttern oft sehr gut.

Besprechen Sie aber Ihre Reisepläne in jedem Fall mit Ihrer Gynäkologin oder der Hebamme. Unterwegs können die üblichen Reisebeschwerden auftreten. Im Unterschied zu Nicht-Schwangeren müssen Schwangere bei der Wahl von Medikamenten sehr vorsichtig sein. Werdende Mütter sollten niemals nach eigenem Gutdünken Arzneimittel ausprobieren – auch keine pflanzlichen!

Thrombosegefahr im Flugzeug

Ja, Sie dürfen mit Babybauch fliegen. Viele Fluggesellschaften verlangen ab der 28. Schwangerschaftswoche eine Bestätigung, dass keine Gefahr für eine Frühgeburt besteht. Während der Flugreise sind Stützstrümpfe für Schwangere als Thromboseprophylaxe empfohlen. Sie sind als Knie-, Oberschenkelstrümpfe oder Strumpfhosen und in unterschiedlichen Qualitäten für Sommer und Winter erhältlich. In den meisten Drogerien wird die Grösse individuell angepasst.

Schwanger am Steuer?

Schwangere Autolenkerinnen sollten Folgendes beachten: Die Übelkeit in der Frühschwangerschaft kann die Konzentration beeinflussen. Auch im letzten Drittel sind Frauen unter Umständen etwas weniger konzentriert als üblich. Also vorsichtig fahren! Wem es nicht gut geht, lässt besser das Auto stehen und benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Bei längeren Autoreisen regelmässig Pausen einlegen, denn Schwangere ermüden beim Lenken schneller. Auf korrektes Anlegen der Sicherheitsgurte achten: Der Gurt muss straff anliegen, darf aber nicht einschneiden. Der übers Becken verlaufende Teil sollte so tief wie möglich unterhalb des Bauches geführt werden.

Autorin und Redaktion: Nadja Mühlemann
Quelle
  • «Drogistenstern»