Schneesport macht Laune

Über zwei Millionen Menschen tummeln sich im Winter auf Schweizer Skipisten. Egal ob mit Ski oder Snowboard – mit der richtigen Vorbereitung steht dem Spass nichts mehr im Wege.

– Eine gute Kondition und ausreichende Kraft in den Beinen sind für Schneesportler wichtig. Zu Beginn des winterlichen Warm-ups reicht eine halbe Stunde zügiges Joggen pro Tag aus. Alles, was Sie dazu brauchen, sind warme Kleider und ein gutes Paar Schuhe. Für den Fall, dass Sie alleine unterwegs sind oder Ihnen beim Laufen schnell langweilig wird, kann Musik helfen, so vergeht die Zeit wie im Fluge. Bald werden Sie merken, dass Sie immer leichtfüssiger unterwegs sind und sich Ihr Körpergefühl verbessert. Wenn Sie der Ehrgeiz etwas gepackt hat, dürfen Sie gerne noch einen Zahn zulegen. Eine optimale Pulskontrolle, hilft Ihnen, die Leistungsgrenze nicht zu überschreiten.

Parallel zum Aufbau der Grundkondition sollten Sie Ihre Rumpf- und Beinmuskulatur stärken. Regelmässige Knie- und Rumpfbeugen sind dabei hilfreich.

Skifahren

Am sichersten in die Skisaison startet, wer seine Skibindungen noch vor der ersten Abfahrt von einer Fachperson überprüfen und mit der Skivignette der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu versehen lässt. Bei der Kontrolle werden die Bindungen korrekt nach Alter, Grösse, Gewicht, Sohlenlänge und Fahrstil eingestellt. Ist die Bindung richtig eingestellt, wird die bfu-Skivignette auf den Ski geklebt, und Sie erhalten einen Beleg mit den Einstellwerten.

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen, bestätigt dieser Beleg, dass die Bindungen korrekt eingestellt waren. Dies kann vor allem bei Rückfragen durch die Versicherung sehr hilfreich sein. Auch Snowboardfahrer sollten die Schrauben ihrer Bindungen regelmässig nachziehen.

Mit Vergnügen auf die Piste

Zweckmässige Bekleidung, Handschuhe und eine Brille mit UV-Schutz gehören zur Mindestausrüstung für Wintersportler. Und auch hier gilt: Kluge Köpfe schützen sich. Die bfu empfiehlt das Tragen eines Schneesporthelms, denn eine Kollision auf der Piste mit 50 km/h entspricht einem Aufprall von einem Sprung aus 10 Metern Höhe. Die bfu rät einem Schneesporthelm mit der Euronorm EN1077. Wichtig ist, dass der Helm gut sitzt, er darf mit offenem Kinnriemen nicht vom Kopf fallen. Dies selbst dann nicht, wenn der Kopf stark bewegt oder man sich nach unten beugt.

Snowboarder sind gut beraten, sich zusätzlich mit einem Handgelenkschutz und bei grossen Sprüngen eventuell mit einem Rückenpanzer zu schützen. Dass sich der Aufwand durchaus lohnen kann, zeigt ein Blick auf die Statistik. Gemäss bfu verunfallen in der Schweiz jährlich im Schnitt 115'000 Personen beim Skifahren, Snowboarden oder Schlitteln. Das sind rund 1000 Unfälle pro Wintersporttag.

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Die Top Ten für den Winter

Intensives Aufwärmen aktiviert den Kreislauf, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und macht Muskeln und Gelenke geschmeidiger. Besonders wichtig ist das Warm-up vor der ersten Abfahrt, nach längeren Pausen und bei tiefen Temperaturen. Bereits 10 Minuten Rumpfkreisen, Beinheben und Kniebeugen reichen aus, um das Unfallrisiko deutlich zu senken. Anfänger besuchen am besten einen Kurs in einer Skischule. Dort lernen sie alles Wissenswerte rund um das Thema Sicherheit und Schneesport und werden auch mit den 10 Verhaltensregeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) vertraut gemacht.

Unterstützung bietet auch die Gratis–DVD «Top 10» für den Winter der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva). Je zehn Einzel- und Partnerübungen wurden von führenden Sportmedizinern entwickelt und sind auf die Bedürfnisse von Wintersportlern zugeschnitten. Die DVD enthält zudem Tipps für das Ausdauertraining sowie verschiedene Dehnübungen. Die DVD können Sie direkt bei der Suva bestellen.

Autor und Redaktion: Didier Buchmann
Quellen
  • Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu)

  • Schweizerische Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahrten (SKUS)

  • Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)