Wer rastet, der rostet

Regelmässiges Muskeltraining hält den Organismus fit und sorgt für ein gutes Körpergefühl. Trotz sportlichem Ehrgeiz sollten aber auch die Ruhephasen nicht zu kurz kommen.

– «Im weltweiten Vergleich ist der Schweizer fit und gesund.» Dieser Ansicht ist Karin Albrecht, Ausbilderin der Zürcher «star-school for training and recreation» und Autorin zahlreicher Publikationen. Wer seinen Körper fit hält, kann sowohl Haltungsschäden und Verschleisserscheinungen vorbeugen, als auch das Herzkreislauf-System stärken. Grundsätzlich ist Krafttraining für Personen jeden Alters geeignet. Einzig Menschen, die in medikamentöser Behandlung sind, sollten vorgängig bei einem Sportarzt einen Checkup machen lassen. Dies gilt vor allem bei der Einnahme von Betablockern, Herz- oder Blutdruckmedikamenten.

Trainieren mit Köpfchen

Wer zum ersten Mal ein Fitnesscenter betritt, versteht oft nur Bahnhof. Sich einfach an das nächste Trainingsgerät zu stellen und «blindlings» Eisen zu stemmen, ist keine gute Idee. Damit das Training effizient und zielgerichtet ist, sollte eine ausgebildete Trainerin oder ein ausgebildeter Trainer hinzugezogen werden, um einen individuellen Trainingsplan zu erstellen. «Die korrekte Körperhaltung ist immer die zwingende Basis, damit sich das Training positiv auf den Körper auswirkt», bemerkt Karin Albrecht. Zum Start empfiehlt die Fachfrau darum ein «Geräte gestütztes Training», bei dessen Übungen eine gute Körperhaltung im Vordergrund steht. In einem weiteren Schritt können beispielsweise Übungen am Kabelzug, mit freien Gewichten ins Training integriert werden.

Grenzen und Risiken

Risiken beim Krafttraining bestehen wenn die Übungen falsch gewählt oder falsch ausgeführt werden. Auch die Wiederaufnahme des Trainings nach einer Verletzung sollte mit einem Sportmediziner oder Physiotherapeuten abgeklärt werden.

Nebst dem eigentlichen Training spielt auch die Regeneration eine wesentliche Rolle. Die Frage ist, wie lange die Pausen denn sein sollen? Wird der Körper zu früh wieder belastet, kann dies zu einem Leistungsabfall führen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Pausiert man zu lange, bilden sich die Muskeln zurück und man fängt bald wieder bei «null» an. Eine allgemein gültige Antwort kann auch Karin Albrecht nicht geben. Klar ist einzig: «Je höher die Trainingsintensität, desto wichtiger die Regeneration.» Darum macht es auch in punkto Regeneration Sinn, sich regelmässig von einer Fachperson coachen zu lassen.

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Autor und Redaktion: Didier Buchmann