Müde? Vitalstoffe können helfen

Müdigkeit kann an Schlafmangel liegen, aber auch an falscher Ernährung. Und sie kann ein Symptom für psychische oder physische Krankheiten sein.

Müdigkeit äussert sich durch Energiemangel, geistige Erschöpfung, Schwächegefühle oder verminderte Leistungsfähigkeit. Auch eine geringe Ausdauer oder eine lange Erholungsphase nach einer Anstrengung sind Anzeichen für Müdigkeit. Zu den psychischen Symptomen bei Müdigkeit gehören Desinteresse, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit oder das Gefühl, auch nach dem Schlafen nicht ausgeruht zu sein.

Ursachen und Hintergründe

  • Ein Ungleichgewicht zwischen Anstrengung und Erholung, etwa bei körperlicher oder geistiger Überbeanspruchung, kann zu Müdigkeit führen. Hintergrund ist meist eine unausgeglichene Lebensführung.

  • Schlafmangel.

  • Motivationstief und Langeweile.

  • Müdigkeit ist bei Heranwachsenden in einem gewissen Ausmass normal. Gründe dafür sind im Wachstum und den sozialen und schulischen Belastungen zu suchen.

  • Schwangerschaft.

  • Psychische oder psychosoziale Ursache.

  • Krankheiten als Auslöser – muss von der Ärztin oder vom Arzt abgeklärt werden.

  • Vitamin- oder Mineralstoffmangel.

Weil die Ursachen für Müdigkeit vielfältig sein können, beschränken wir uns im Folgenden auf Vitamin- und Mineralstoffmängel, die eine häufige Ursache für Müdigkeit sein können.

Was Sie bei Müdigkeit selbst tun können

  • Personen, die intensiv Sport treiben, und Wettkampfsportlern gelingt es kaum, ihren Vitamin- und Mineralstoffbedarf aus der Ernährung zu decken. Ein Nährstoffmangel trägt zu einer Übersäuerung und in der Folge zu einem Leistungsabfall bei.

  • Vitamin-B-Komplexe unterstützen den optimalen Energiestoffwechsel sowie die Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten.

  • Vitamin C kurbelt die Fettverbrennung in den Muskeln an.

  • Magnesium kann Muskelkrämpfe verhindern und wirkt sich positiv auf die Ausdauer aus.

  • Insbesondere bei Frauen kann Eisenmangel zu Müdigkeit führen.

  • Omega-3-Fettsäuren: Diese ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf Blutdruck und Herz-Kreislauf-System aus. Daneben stärken sie das Immunsystem.

  • Damit die Mineralstoffe auch wirklich im Körper dahin gelangen, wo das jeweilige Organ sie braucht, sind Schüssler Salze die Lösung.

    • Ferrum phosphoricum (Nr. 3): ): Unterstützt Kondition und Ausdauer.

    • Kalium phosphoricum (Nr. 5), Calcium phosphoricum (Nr. 2): Beeinflussen Schnelligkeit und Reaktionsvermögen.

    • Natrium phosphoricum (Nr. 9), Natrium chloratum (Nr. 8): Verhindern eine Übersäuerung des Körpers.

    • Calcium phosphoricum (Nr. 2), Kalium sulfuricum (Nr. 6): Können Regenerations- und Ruhephasen verkürzen.

  • Folgende Symptome können auf mögliche Mangelerscheinungen hinweisen. Wichtig dabei zu beachten ist aber, dass Mikronährstoffe in Wechselwirkung zueinander stehen. Ein Symptom kann häufig auf den Mangel mehrerer Mikronährstoffe hinweisen. Oder: Für die Aufnahme eines bestimmten Stoffes braucht es einen weiteren Mitspieler. Das heisst: Die Einnahme eines einzelnen Mikronährstoffes führt oft nicht zum gewünschten Erfolg:

    • Abgeschlagenheit: Pantothensäure

    • Fehlender Antrieb: Jod

    • Apathie: Natrium

    • Appetitlosigkeit: Vitamin B1, B12, Vitamin A, Zink, Niacin, Eisen, Folsäure

    • Verminderte Ausdauer: Eisen

    • Eisenmangel: Vitamin C, Vitamin A (verbessern die Eisenaufnahme)

    • Rasche Ermüdbarkeit: Magnesium, Vitamin B2

    • Konzentrationsschwäche: Zink, Magnesium, Eisen, Folsäure

    • Verminderte Leistungsfähigkeit: Eisen, Vitamin E, Mangan, Zink

    • Lustlosigkeit: Zink, Vitamin B2

    • Müdigkeit: Niacin, Eisen, Molybdän, Pantothensäure, Vitamin B1, Biotin

    • Psychische Störungen/Beschwerden: Vitamin C, Vitamin B6, Zink, Biotin, Lithium

    • Ruhelosigkeit: Vitamin D, Vitamin B12

    • Schlaflosigkeit: Vitamin B6, Zink, Niacin, Magnesium, Pantothensäure

    • Schlafstörungen: Jod, Kupfer

Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Lassen Sie sich vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Ihrer Drogerie individuell beraten.

Vorbeugen

  • Gesunde, vitaminreiche Ernährung, viel trinken (1,5 bis 2 Liter pro Tag), bei sportlicher Betätigung und an heissen Tagen bis zu 3 Liter pro Tag trinken.

  • Ein Powernap (ein 10–20-Minuten-Nickerchen) nach dem Mittagessen oder ein kurzer Spaziergang wirken Wunder.

  • Regelmässig Bewegung, mindestens 30 Minuten pro Tag.

  • Achten Sie auf Ihre Schlafhygiene.

Guter Rat aus der Drogerie

Um herauszufinden, welche Vitalstoffe Ihnen fehlen oder welche Schwermetalle Ihren Körper belasten, ist eine Haarmineralanalyse hilfreich. Danach können Sie konkret die Vitalstoffe auf Ihren Körper abstimmen, die Schwermetalle und Säuren ausleiten und die Vitalstoffe ins Gleichgewicht bringen.

Falls Ihre Müdigkeit von körperlicher oder geistiger Überarbeitung und Stress herrührt, ist eine Kur mit Rosenwurz-Trockenextrakt in Form von Tabletten.

Foto: © Jorma Bork / pixelio.de
Autorinnen: Katharina Rederer und Julia Burgener
Redaktion: Katharina Rederer