Beerenobst – die süssen Kleinen

Ernährung: Früchte: Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren. Wenn die kleinen süssen runden Früchtchen reif sind, ist der Sommer da.

– Zum Beerenobst gehören alle Früchte, die klein, weich und rund sind. Also typische Eigenschaften von Beeren aufweisen. Die reifen Früchte haben sehr viel Fruchtzucker, sind also süss. Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren sind botanisch gesehen allerdings keine Beeren, sondern sogenannte Sammelnussfrüchte. Sie werden jedoch trotzdem zum Beerenobst gezählt, weil sie eben klein, weich und rund sind. Andere Pflanzen wie zum Beispiel die Tomate, die botanisch eigentlich Beeren sind, zählen nicht zum Beerenobst sondern gelten als Gemüse.

Brombeere

Ursprünglich stammen Brombeeren aus Eurasien und Nordamerika. Archäologische Funde zeigen, dass die Menschen sie bereits um 900 vor Christus assen. Die Frucht enthält viel Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C. Sie ist reich an Magnesium und Mangan. Ausserdem haben Brombeeren viele Nahrungsfasern. Die Wissenschaft vermutet, dass sekundäre Pflanzeninhaltstoffe der Brombeere Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Aus den Blättern der Brombeerpflanze wird ein Tee gekocht, der gegen akute Durchfallerkrankungen hilft. Ausserdem sind die Blätter entzündungshemmend, blutzuckersenkend und schleimlösend. Saison haben die Beeren von Juli bis September.

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Erdbeere

Anders, als ihr Name vermuten lässt, ist die Erdbeere keine Beere. Sie ist eine «Sammelnussfrucht». Die eigentlichen Früchte sind die kleinen grünen Nüsschen auf der roten Blüte. Erdbeeren waren bereits in der Steinzeit bekannt, das haben archäologische Funde bewiesen. Die Menschen kultivierten bereits im Mittelalter Walderdbeeren. Die Gartenerdbeere wurde im 18. Jahrhundert in Holland gezüchtet. Erdbeeren sind reich an den Mineralstoffen Natrium, Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen sowie an Fruchtsäuren und Vitaminen (Provitamin A, B1,B2, C). Die Früchte entgiften den Darm, kräftigen das Immunsystem und den Stoffwechsel, wirken entwässernd, blutbildend und fördern das Zellwachstum. 100 Gramm Erdbeeren enthalten schlanke 32 Kalorien. Allerdings gehören Erdbeeren zu jenen Früchten, die relativ häufig Nahrungsmittelallergien hervorrufen. Saison haben die roten Früchte von Mai bis September.

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Heidelbeere / Blaubeere

Heidelbeeren sind reich an wertvollen Fruchtsäuren, Mineralstoffen wie Eisen, Gerbstoffen und Vitaminen. Wegen ihres hohen Gerbstoffgehaltes helfen sie gegen Durchfall und Blähungen. Dazu werden die getrockneten Beeren mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Die Früchte enthalten viele Karotine, die Grundlage für die Bildung von Vitamin A. Der hohe Vitamin-C-Gehalt der Beere ist gut für ein starkes Immunsystem. Heidelbeeren halten sich im Kühlschrank bis zu drei Wochen und Sie können sie auch tiefkühlen. Saison haben die Beeren von Juli bis September.

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Himbeere

Himbeeren enthalten viele Mineralstoffe, Fruchtsäure und Fruchtzucker und sind reich an Vitaminen, vor allem Vitamin C, Kalzium und Folsäure. Schon im Altertum wurde den Himbeeren gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Sie sollen entzündungshemmend, appetitanregend, entwässernd und abführend wirken. Ausserdem stimulieren sie Abwehrmechanismen, unterstützten das Immunsystem und regen den Stoffwechsel an. Himbeeren helfen auch gegen Blasen- und Nierenleiden und Sodbrennen. Saison haben die Beeren vom Juli bis September.

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Johannisbeere / Schwarze Johannisbeere (Cassis)

Die Wildform der Johannisbeere stammt aus Asien und dem Mittelmeerraum. Johannisbeeren enthalten viele Mineralstoffe, Vitamin C, Pektin, Fruchtsäure und wichtige Ballaststoffe. Rote Johannisbeeren gehören zu den säurereichsten Früchten überhaupt. Die mittelalterlichen Ärzte schätzten die Johannisbeere wegen ihrer durststillenden und fiebersenkenden Wirkung. Dank des hohen Gehalts an Pektin helfen Johannisbeeren gegen Verdauungsstörungen. Die schwarzen Johannisbeeren heissen Cassis und haben einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C (ca. vier Mal so viel wie die rote Johannisbeere) und Pektin. Die Beeren sind ein gutes Stärkungsmittel. Saison haben sie im Juli und August.

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Traube

Trauben werden schon sehr lange gegessen. Noah soll den ersten Weinstock gepflanzt haben. Ausgrabungen haben gezeit, dass die Trauben schon in der Altsteinzeit in Afrika bekannt waren. 5000 vor Christus kultivierten die Ägypter Reben und tranken Wein. Griechen und Römer züchteten die Reben und kelterten Wein. Die Traube gehört neben der Banane zu den zuckerreichsten Früchten. Die Frucht hat viele Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, Eiweiss, Fruchtsäuren, Aromastoffe sowie viel Vitamin B und C. In der Schale von Trauben ist der Wirkstoff Resveratrol enthalten. Ihm werden verschiedene Wirkungen zugeschrieben wie eine bessere Hindurchblutung, positive Auswirkungen auf den Glucosehaushalts oder leichteres Abnehmen. Resveratrol wirkt auch entzündungshemmend. Schliesslich werden Trauben wegen der verschiedenen Polyphenole als natürliches Anti-Aging-Mittel gepriesen.

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Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Schweizer Obstverband

  • 5amtag.ch

  • gemueselexikon.ch

  • Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

  • Landwirtschaftlicher Informationsdienst

  • «Der Brockhaus. Ernährung», F.A. Brockhaus, 2001