Verwöhnprogamm für die Füsse

Schmerzende Rheuma-Füsse brauchen besondere Pflege. Ausgesprochen angenehm sind warme oder kalte Fussbäder. Sie helfen gegen die Schmerzen und entspannen.

– Wer wegen rheumatischer Erkrankungen unter starken Schmerzen in den Füssen leidet, kann sich mit einem Fussbad viel Gutes tun. Es fördert die Durchblutung, lindert Schmerzen und Entzündungen und unterstützt die Beweglichkeit. Ausserdem helfen Fussbäder, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Richtig fussbaden

Für ein Fussbad zu Hause brauchen Sie lediglich eine Sitzgelegenheit, ein sauberes Becken, Wasser, wenn gewünscht pflanzliche Zusätze und allenfalls ein Thermometer.

Warme Fussbäder

Warme Fussbäder entspannen, da sie die Durchblutung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur erhöhen. Bei chronischen Schmerzen helfen maximal 37 Grad warme Fussbäder während fünf bis 20 Minuten. Vorsicht: Bei akuten Entzündungen sollten Sie warme Fussbäder unbedingt unterlassen, denn Wärme verstärkt die Entzündung.

Kalte Fussbäder

Kalte Fussbäder sind wohltuend bei akut entzündeten rheumatischen Gelenken. Das kalte Wasser kühlt den Körper und mildert so relativ rasch die Schmerzen. Die Gefässe ziehen sich zusammen und unterstützen das Abschwellen der Gelenke. Ein kaltes Fussbad sollte maximal eine Minute dauern und nicht mehr als 18 Grad warm sein.

Wechselfussbäder

Wechselfussbäder sind abwechselnd heisse und kalte Bäder. Füllen Sie 35 bis 38 Grad warmes Wasser in ein Becken und 15 Grad kaltes Wasser in ein zweites. Je grösser die Temperaturdifferenz, desto besser ist die Anwendung. Beginnen Sie sanft zum Beispiel mit 35 und 15 Grad. Halten Sie beide Beine zuerst fünf Minuten ins warme Wasser, dann zehn Sekunden ins kalte. Wiederholen Sie das Ganze zwei bis vier Mal. Hören Sie immer mit kaltem Wasser auf.

Temperaturansteigende Bäder

Für temperaturansteigende Bäder füllen Sie 32 Grad warmes Wasser in ein Becken, bis es die Fussknöchel erreicht. Danach giessen Sie während rund 20 Minuten immer mehr Wasser in höheren Temperaturen ein, bis Sie eine Temperatur von 42 Grad erreicht haben.

Trocken Sie Ihre Füsse nach jedem Bad immer gut ab, besonders zwischen den Zehen.

Die passenden Zusätze

Achten Sie bei der Wahl des Badezusatzes auf die gewünschte Wirkung und lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten. Gehen Sie möglichst vorsichtig mit ätherischen Ölen um und vermeiden Sie wegen der Gefahr von Reizungen unbedingt den Kontakt mit den Schleimhäuten.

Für Fussbäder gut geeignet sind:

  • Rosmarin regt an und fördert die Durchblutung.

  • Kamille beruhigt und entspannt.

  • Rosskastanie ist abschwellend und stärkt die Venen.

  • Lavendel entspannt.

  • Arnika lindert Schmerzen und ist durchblutungsfördernd.

  • Fichtennadel erfrischt, wirkt abschwellend und stärkt die Blutgefässe.

  • Heublumen tun bei Schmerzen wohl, auch bei einem akuten Hexenschuss.

Fussmassagen

Füsse mögen nicht nur Bäder, sondern auch Massagen. Sie können zum Beispiel mit einem «Igelball», einem Kunstoffball mit weichen Stacheln, Ihre Füsse selber massieren oder sich eine Fussreflexzonenmassage gönnen.

Der Fussreflexzonenmassage liegt der Gedanke zugrunde, dass über die Fusssohlen und deren Energieverbindungen praktisch alle Körperregionen und Organe positiv beeinflusst werden können. Die Füsse sind eine Art Landkarte des Körpers: Der Mittelfuss spiegelt den Brustraum, die Knöchel und die Fersen den Bauch und das Becken, die Wirbelsäule verläuft entlang der Innenseite der Füsse und die Zehen spiegeln Kopf und Hals. Fussreflexzonenmassagen können Sie selbst anwenden oder einen Profi aufsuchen.

Autorin und Redaktion: Bettina Epper
Quellen
  • Rheumaliga Schweiz

  • «Drogistenstern»

  • Dr. med. Susanne Holst, Ulrike Meiser, «Kursbuch Rheuma. Neue Wege der Schmerzlinderung und Heilung», Südwest Verlag, 2004

  • Dr. Regine Strittmatter, «Rheuma-Schmerzen aktiv lindern», Rheumaliga Schweiz, 2013