Mit dem Trinken des Tees tritt dann zusätzlich die länger anhaltende Wirkung ein. Bei Einschlafstörungen empfiehlt Claudia Goetz, die schlaffördernde Arznei schon am späteren Nachmittag einzunehmen. Bei Durchschlafstörungen hingegen erst direkt vor dem Zubettgehen. Folgende natürlichen Mittel haben sich bei Schlafstörungen sehr bewährt.
Baldrian: Die wohl bekannteste Schlafpflanze beruhigt und wirkt einschläfernd. Halten Sie sich aber an die empfohlene Dosierung: Eine Überdosis kann Herzklopfen oder nervöse Beschwerden hervorrufen.
Taigawurzel: Hilft bei Stress und verbessert die Belastbarkeit, was sich positiv auf die Schlafqualität auswirken kann.
Johanniskraut und Passionsblume: Sind nur in homöopathischer und spagyrischer Form erhältlich und helfen bei Schlafstörungen in Zusammenhang mit depressiven Verstimmungen.
Hopfen, Melisse, Orangenblüten und Lavendel: Wirken krampflösend und beruhigend. In ein Duftkissen eingenäht, kann Lavendel die ätherischen Öle nachtsüber entfalten.
Coffea: Kaffee in homöopathischer Dosierung hilft, den Gedankenfluss zu unterbrechen. Dieses Mittel kann auch nachts eingenommen werden.
Löwenzahn und Mariendistel: Regelmässiges Erwachen zwischen ein und drei Uhr nachts kann ein Hinweis auf die Leber sein, die um diese Zeit besonders intensiv arbeitet. Neben einer Leberkur mit Löwenzahnwurzel und Mariendistel hilft auch Nux vomica. Oft stört die Leber den Schläfer auch nach einem späten, üppigen Nachtessen: Lässt sich dieses nicht vermeiden, nehmen Sie Ihrer Verdauung zuliebe wenigstens ein Bittermittel (z. B. Tinktur, Globuli, Tee) vor dem Essen ein.
Magnesium, evtl. mit Calcium phosphoricum kombiniert: Diese beiden Schüssler Salze helfen, wenn man nachts von Krämpfen geweckt wird. Bei akuten Beschwerden können Sie zehn Tabletten auf ein Glas warmes Wasser einnehmen. Bei Bedarf wiederholen.
Autoren: Elisabeth Küpfert, Didier Buchmann
Redaktion: Didier Buchmann
