Fahrplan durch die Nacht
Schlafende Menschen erwecken den Eindruck, die Ruhe selbst zu sein. Doch der Schein trügt. Körper und Geist sind hochaktiv und es geschehen schier unglaubliche Dinge. So erwachen wir durchschnittlich 28-mal pro Nacht, ohne uns am Morgen daran erinnern zu können. In dieser Zeit werden unsere Körperfunktionen von einer «inneren Uhr» gesteuert – einem kleinen Nervenbündel, das sich rund zwei Zentimeter hinter der Nasenwurzel befindet. Dies ist dafür verantwortlich, dass wir ständig zwischen Tief- und Traumschlafphasen hin und her schwanken. Zeitgleich nutzt das Immunsystem die Gunst der Stunde und macht sich an die nötigen «Reparaturarbeiten». Sodass wir auch am nächsten Tag gegen schädliche Mikroorganismen gewappnet sind. Selbst die Geisterstunde ist kein Relikt aus Gruselromanen. Unser Körper durchlebt sie jede Nacht neu – wenn auch erst um drei Uhr morgens. Zu dieser Zeit treibt ein Stresshormon sein Unwesen und beginnt damit, unsere Lebensgeister langsam aufzuwecken.
Fit in den Tag
Sobald der Wecker schrillt, beginnt für viele Menschen ein Wettlauf gegen die Uhr. Duschen, Frühstücken und Zähneputzen müssen in Rekordzeit «abgearbeitet» werden, ehe man mit einem Hechtsprung das Haus verlässt. Kaum am Arbeitsplatz angekommen, möchte man eigentlich nur eines: Sich hinlegen. So viel Stress muss nicht sein! Eine halbe Stunde früher aufzustehen, bringt weit mehr, als alles auf den letzten Drücker zu erledigen. So starten Sie leichter in den Tag:
Springen Sie nicht gleich aus dem Bett. Körper und Geist brauchen einige Minuten, um in den Wachzustand überzugehen.
Licht ist ein natürlicher Bio-Wecker. Ziehen Sie darum nach dem Aufstehen die Rollläden hoch. In den dunklen Wintermonaten helfen helle Lichtquellen in Küche und Bad, um auf Touren zu kommen. Übrigens: Im Handel erhältliche Lichtwecker simulieren den Sonnenaufgang – ideal für Menschen, die sanft geweckt werden wollen.
Denken Sie beim Aufstehen nicht an den bevorstehenden Tagesablauf. Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Morgentoilette und das Frühstück.
Versuchen Sie schliesslich, den bevorstehenden Aufgaben mit einer positiven Einstellung zu begegnen.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann
