Schlafen

Wie viel Schlaf braucht der Mensch?

Im Durchschnitt verschlafen wir einen Drittel unseres Lebens. Diese Zeit ist jedoch nicht verschwendet, denn Schlaf ist für unsere Gesundheit wichtig. Nicht alle brauchen aber gleich viel Schlaf.

Die durchschnittliche Schlafdauer beträgt sieben bis acht Stunden pro Nacht.

Die durchschnittliche Schlafdauer beträgt sieben bis acht Stunden pro Nacht.

Was gibt es Schöneres, als sich nach einem anstrengenden Tag ins Bett fallen zu lassen und sich für einige Stunden süssen Träumen hinzugeben. Wacht man frühmorgens auch noch erholt auf, steht einem erfolgreichen Tag eigentlich nichts mehr im Wege.

Wie viel Schlaf ist genug?

Neun von zehn Schweizern schlafen durchschnittlich sieben bis acht Stunden, was einer «gesunden» Schlafdauer entspricht. Falls Sie zu den Menschen zählen, die auch mit weniger Schlaf gut über die Runden kommen, haben Sie nichts zu befürchten. Die benötigte Schlafdauer ist sehr individuell. Was zählt, ist einzig, am folgenden Tag ausgeschlafen zu sein – ganz unabhängig davon, wie viele Stunden Sie im Bett verbracht haben. Es werden vier Schlaftypen unterschieden:

Die Lerche (Morgenmensch)

Lerchen sind Frühaufsteher. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn sie zeitgleich mit den Hühnern zu Bett gehen und beim ersten Krähen des Hahns wieder aus den Federn dürfen. Fallen einer Lerche während einer Spätvorstellung im Kino die Augen zu, muss dies also nicht zwangsläufig am Film liegen.

Die Eule (Abendmensch)

Für den Spruch «Morgenstund hat Gold im Mund» haben Eulen lediglich ein müdes Lächeln übrig. Ihre Lebensgeister scheinen erst mit dem Einbruch der Dämmerung so richtig zu erwachen. Ausgehen oder Lesen bis zum Morgengrauen ist für Abendmenschen eine Kleinigkeit. Müssen sie jedoch morgens früh raus, quittieren sie das oft mit eher schlechter Laune.

Der Kurzschläfer

Zu den Kurzschläfern zählt man jene Menschen, die lediglich vier bis sechs Stunden Schlaf benötigen. Sie fühlen sich trotz der kurzen Schlafdauer tagsüber sehr fit und leistungsfähig. Selbst an Wochenenden oder in den Ferien bleiben sie morgens kaum länger im Bett.

Der Langschläfer

Langschläfer schlafen fast rund um die Uhr. Sie sind erst nach zehn Stunden Schlaf so richtig leistungsfähig. Sollten auch Sie sich zu den Langschläfern zählen, dann ärgern Sie sich nicht. Wer sich zwingt, mit weniger Schlaf auszukommen, fühlt sich über kurz oder lang schlapp und erschöpft.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Aus einem «Abendmenschen» lässt sich nicht so einfach ein «Morgenmensch» machen und umgekehrt. Zu welchem Typus Sie gehören, entscheiden einzig und allein Ihre Gene. Glücklicherweise sagt die individuelle Schlafgewohnheit nichts über die Leistungsfähigkeit eines Menschen aus. Albert Einstein soll angeblich bis zu 14 Stunden pro Tag verschlafen haben und revolutionierte dennoch die moderne Welt mit seiner Relativitätstheorie. Napoleon hingegen verbrachte die meiste Zeit des Tages lieber mit dem Erobern des damaligen Europas und gönnte sich lediglich ein vierstündiges Nickerchen.

Erhöhter Blutdruck bei schlaflosen Teenagern

Jugendliche, die schlecht oder zu wenig schlafen, haben häufiger erhöhte Blutdruckwerte als Gleichaltrige, die gut und genügend schlafen. Das zeigt eine Studie an über 230 Jugendlichen. Die Schlafforscher stellten fest, dass jeder neunte Teilnehmer weniger als 6,5 Stunden schläft; der ausreichende Bedarf in diesem Alter liegt bei neun Stunden. Untersuchungen im Schlaflabor zeigten ausserdem, dass bei jedem vierten Teenager die Schlafhygiene gestört war. Bei den Jugendlichen mit weniger als 6,5 Stunden Schlaf wurden 2,5-mal häufiger erhöhte Blutdruckwerte gemessen.

Fahrplan durch die Nacht

Schlafende Menschen erwecken den Eindruck, die Ruhe selbst zu sein. Doch der Schein trügt. Körper und Geist sind hochaktiv und es geschehen schier unglaubliche Dinge. So erwachen wir durchschnittlich 28-mal pro Nacht, ohne uns am Morgen daran erinnern zu können. In dieser Zeit werden unsere Körperfunktionen von einer «inneren Uhr» gesteuert – einem kleinen Nervenbündel, das sich rund zwei Zentimeter hinter der Nasenwurzel befindet. Dies ist dafür verantwortlich, dass wir ständig zwischen Tief- und Traumschlafphasen hin und her schwanken. Zeitgleich nutzt das Immunsystem die Gunst der Stunde und macht sich an die nötigen «Reparaturarbeiten». Sodass wir auch am nächsten Tag gegen schädliche Mikroorganismen gewappnet sind. Selbst die Geisterstunde ist kein Relikt aus Gruselromanen. Unser Körper durchlebt sie jede Nacht neu – wenn auch erst um drei Uhr morgens. Zu dieser Zeit treibt ein Stresshormon sein Unwesen und beginnt damit, unsere Lebensgeister langsam aufzuwecken.

Fit in den Tag

Sobald der Wecker schrillt, beginnt für viele Menschen ein Wettlauf gegen die Uhr. Duschen, Frühstücken und Zähneputzen müssen in Rekordzeit «abgearbeitet» werden, ehe man mit einem Hechtsprung das Haus verlässt. Kaum am Arbeitsplatz angekommen, möchte man eigentlich nur eines: Sich hinlegen. So viel Stress muss nicht sein! Eine halbe Stunde früher aufzustehen, bringt weit mehr, als alles auf den letzten Drücker zu erledigen. So starten Sie leichter in den Tag:

  • Springen Sie nicht gleich aus dem Bett. Körper und Geist brauchen einige Minuten, um in den Wachzustand überzugehen.

  • Licht ist ein natürlicher Bio-Wecker. Ziehen Sie darum nach dem Aufstehen die Rollläden hoch. In den dunklen Wintermonaten helfen helle Lichtquellen in Küche und Bad, um auf Touren zu kommen. Übrigens: Im Handel erhältliche Lichtwecker simulieren den Sonnenaufgang – ideal für Menschen, die sanft geweckt werden wollen.

  • Denken Sie beim Aufstehen nicht an den bevorstehenden Tagesablauf. Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Morgentoilette und das Frühstück.

  • Versuchen Sie schliesslich, den bevorstehenden Aufgaben mit einer positiven Einstellung zu begegnen.

Quellen: Jürgen Zulley: «Mein Buch vom guten Schlaf», Goldmann-Verlag / Iris Hammelmann: «Einfach gut schlafen», Gondrom-Verlag, 2006
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

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