Schlafen
Leichter essen – besser schlafen
Üppiges Essen zu später Stunde zwingt die Verdauung zu Überstunden und stört den Schlaf. Wer auf leichte Kost setzt, fühlt sich am Tag darauf frischer und tut etwas für seine Figur.
«Esse morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.» Diese uralte Weisheit hat nichts von ihrer Aktualität eingebüsst. Eher das Gegenteil ist der Fall! Aufgrund langer Arbeitswege bleibt das Frühstück bei vielen auf der Strecke, und am Mittag stillt ein Sandwich im Stehen den grössten Hunger. Gekocht wird oft erst in den frühen Abendstunden. Wer sich dann mit reichlich Kohldampf über Spaghetti, Hamburger und Co. hermacht, riskiert Ein- und Durchschlafstörungen.
Nehmen Sies leicht
Schläft der Mensch, arbeitet auch das Verdauungssystem etwas gemächlicher. Da von «oben» nichts mehr kommt, erlaubt sich der Magen ein Schläfchen, während Darm und Leber das Resultat aus den täglichen Mahlzeiten zu Ende bearbeiten. Weit weniger «gemütlich» nimmts der Magen nach einer üppigen Mahlzeit am Abend. Anstatt seine Aktivitäten auf Sparflamme zu halten, hat er noch einmal richtig viel zu tun. Dies kann sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Völlegefühl raubt uns den Schlaf, und wir wälzen uns trotz Müdigkeit von einer Seite zur andern. Am besten geniesst man drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen die letzte leichte Mahlzeit, um Schlafstörungen vorzubeugen. Eine Scheibe Vollkornbrot – garniert mit einem leichtem Frischkäseaufstrich und Cherry-Tomaten – lässt Sie hinterher besser einschlafen, als wenn Sie schwer verdauliche Gerichte wie eine Schweinshaxe zu sich nehmen.
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Trinkregeln für guten Schlaf
Ein Erwachsender sollte pro Tag rund zwei Liter trinken, damit sein Organismus ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird. Ähnlich wie beim Essen empfiehlt es sich, den Tag mit mehreren Gläsern Kräutertee oder Wasser zu beginnen. Gegen Abend hin darf die Menge ruhig etwas abnehmen. Zirka um 16 Uhr hat die Blase ihre Hochphase, und die Nieren arbeiten gegen 18 Uhr am stärksten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden Getränke nicht mehr gleich effizient verarbeitet, sondern mangelhaft verwertet wieder ausgeschieden. Dies führt dazu, dass man nachts häufiger auf die Toilette muss.
Hände weg von «Aufputschern»
Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Cola sowie Medikamente, die Koffein enthalten, sind für Menschen mit Schlafstörungen tabu. Dennoch bleibt die Frage nach der Wirksamkeit des obligaten Schlummertrunks. Alkohol fördert zu Beginn tatsächlich den Schlaf und sorgt für die nötige Bettschwere. Nach dem Einschlafen kann es jedoch zu schlechten Träumen, mehrfachem Erwachen und zu Störungen im Ablauf der einzelnen Schlafphasen kommen. Ein wesentlich geeigneterer Schlummertrunk ist ein Glas Milch mit Honig. Milch enthält Stoffe, die an der Bildung des Serotonins beteiligt sind. Serotonin sorgt am Tag für gute Stimmung, während es in den Abendstunden den Schlaf aus uns entlockt.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

