Sauna

Mehr als heisse Luft

Nicht nur die Finnen schwören drauf. Auch in der Schweiz liegt das gemeinschaftliche Schwitzen in der Sauna voll im Trend. Richtiges Saunieren fördert die Durchblutung und stärkt die Abwehrkräfte.

Ein Saunabad entspannt Körper und Geist und stärkt die natürlichen Abwehrkräfte.

Ein Saunabad entspannt Körper und Geist und stärkt die natürlichen Abwehrkräfte.

Während den Wintermonaten gönnen sich auch viele Schweizerinnen und Schweizer regelmässige Saunagänge. Das gemeinschaftliche Schwitzen bringt nicht nur Ruhe und Erholung, es fordert und fördert zudem unseren Körper. Die Wirkung des Saunabades beruht nämlich auf dem Wechsel zwischen heiss-trockener (60 bis 100 Grad) und kalter Luft (18 bis 20 Grad) sowie dem anschliessenden Wasserbad (8 bis 15 Grad).

Was in unserem Körper passiert.

Durch die Erwärmung in der Sauna steigt die innere Körpertemperatur um rund ein bis zwei Grad an. Während das Herz in ruhigem Zustand mit sechzig bis siebzig Schlägen pro Minute etwa sechs Liter Blut durch unseren Körper pumpt, steigt die Pumpleistung während eines Saunaganges auf zehn bis zwölf Liter an. Da sich die Blutgefässe in der Hitze ausweiten, bleibt der Blutdruck bei gesunden Menschen jedoch sehr konstant. Nebst den Blutgefässen werden auch die Schleimhäute stärker durchblutet und produzieren dadurch mehr Sekrete, die besonders viele Abwehrstoffe beinhalten.

Die anschliessende Abkühlung an der frischen Luft oder im Tauchbad verengt die Blutgefässe sehr schnell und schützt den Körper so vor grösseren Wärmeverlusten. Dieses «Blutgefässtraining» hat viele positive Wirkungen auf die Gesundheit der Saunabesucher:

  • Es erhöht die Abwehrbereitschaft des Immunsystems und beugt Erkältungen vor.

  • Es unterstützt die Regeneration der Muskeln nach sportlichen Belastungen.

  • Es reinigt und entschlackt die Haut, was für ein verbessertes und jüngeres Hautbild sorgt.

  • Es entspannt und verbessert die Verarbeitung von Stressreizen.

  • Es hemmt psychische Missstimmungen und wirkt sich dadurch positiv auf den Gemütszustand und das vegetative Nervensystem aus.

So saunieren Sie richtig

Saunabaden will gelernt sein. Nicht jeder erträgt die Hitze in der Sauna leicht. Aber wie beim Sport gilt auch in der Sauna «Übung macht den Meister!» Wichtig dabei ist die Regelmässigkeit. Die Wirkungen eines Saunabades halten rund eine Woche an. Es genügt also, wenn Sie einmal wöchentlich in die Sauna zu gehen. Achten Sie darauf, bereits vor dem Saunagang reichlich zu trinken. Am besten eignen sich dazu stilles Mineralwasser, Kräutertee oder verdünnter Fruchtsaft. Geniessen Sie anschliessend eine heisse Dusche sowie ein warmes Fussbad. Dadurch werden die Blutgefässe geöffnet und die Schweissbildung angekurbelt. Gut abgetrocknet sind Sie schliesslich «startklar» für den ersten Saunagang. Neulinge nehmen in der Sauna vorsichtshalber auf der untersten Bank Platz, wo es weniger heiss ist. Um dem Blutrückfluss in den Beinen zu unterstützen, kann man sich gelegentlich die Waden leicht massieren. Ein Saunagang dauert zwischen acht und fünfzehn Minuten. Wem es schon vorher zu heiss wird, sollte keinesfalls zögern, die Sauna vor Ablauf der Zeit zu verlassen. Zurück an der frischen Luft braucht Ihr Körper etwas Abkühlung, bevor Sie sich einige Minuten später unter der kalten Dusche, mit dem Kneippschlauch oder im Tauchbad so richtig erfrischen. Wer Letzteres bevorzugt, sollte sich aus hygienischen Gründen zuerst kurz duschen! Nach der Abkühlung entspannt ein warmes Fussbad die Gefässe, ehe man sich für rund zehn Minuten zur Erholung in den Ruheraum begibt. In der Regel werden insgesamt zwei bis drei Saunagänge gemacht.

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