Auch hier sind die Ursachen weitgehend ungeklärt. Möglicherweise werden die Schmerzen wie im PMS durch einen unausgeglichenen Hormonhaushalt hervorgerufen. Bei jungen Mädchen ist es möglich, dass die Schmerzen durch die noch nicht vollständig ausgebildeten Geschlechtsorgane zustande kommen. Das Hormon Prostaglandin, welches in der Gebärmutterschleimhaut besonders kurz vor und während der Menstruation gebildet wird, kann ein Auslöser sein. Im weiteren kommen psychische Faktoren in Frage, besonders dann, wenn die Einstellung zur Periode ablehnend ist.

Die sekundäre Dysmenorrhö

Von der sekundären Dysmenorrhö sind meistens Frauen über zwanzig Jahren betroffen. Bei der sekundären Dysmenorrhö bestehen oft ernst zu nehmende organische Ursachen, das heisst Krankheiten der inneren Geschlechtsorgane, der Gebärmutter, der Eierstöcke oder der Eileiter. Sie kann aber auch eine Folge von mechanischen Verhütungsmitteln wie beispielsweise der Spirale sein. Aber auch emotionale Belastungen wie ein unerfüllter Kinderwunsch, Probleme in der Partnerschaft oder im Berufsleben können Auslöser sein. Die Behandlung der sekundären Dysmenorrhö gehört aufgrund der häufig organischen Ursachen in die Hand der Frauenärztin oder des Frauenarztes.

Beim prämenstruellen Syndrom sowie auch bei Menstruationsbeschwerden hilft Ihnen ein Menstruationskalender. Dort können Sie Ihre persönlichen Regeldaten eintragen und Ihre voraussichtlich nächste Periode berechnen. Um die Ursachen Ihrer Schmerzen herauszufinden sowie den Zyklus oder die Art der Schmerzen zu kontrollieren, empfiehlt es sich, ein Schmerzprotokoll zu führen. Das kann für Sie oder Ihre Ärztin eine wertvolle Hilfe bei der Behandlung sein. Vermerken Sie darin den Zeitpunkt, die Häufigkeit sowie die Art Ihrer Schmerzen.

Wann zum Arzt?

Aufgrund der meist ungeklärten Ursachen wird das prämenstruelle Syndrom hauptsächlich symptomatisch behandelt. Bei starken Symptomen stehen verschiedene Medikamente wie Schmerz-, Entwässerungsmittel, hormonelle Verhütungsmittel, Hormone oder Psychopharmaka zur Auswahl. Diese Therapie gehört jedoch in die Hand der Frauenärztin bzw. des Frauenarztes. Bei leichten Beschwerden kann jedoch oft auf Medikamente verzichtet werden. Hier genügt es meistens, einige Gewohnheiten oder die Ernährung zu ändern. Auch natürliche Heilmittel können zur Linderung des PMS verhelfen.

Quelle: «Drogistenstern»
Autorin: Flavia Kunz
Redaktion: Nadja Mühlemann

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