Ein Live-Konzert schlägt beispielsweise mit einem durchschnittlichen Schallpegel von 100 dB zu Buche, was für eine Dauer von zwei Stunden noch ungefährlich ist. Sonst gilt es, Pausen einzuhalten und Gehörschütze zu tragen. Ausserdem lohnt es sich auf die Zeichen der eigenen Ohren zu achten. Ein Rauschen oder Pfeifen ist definitiv ein Alarmsignal und ein Aufruf, seinen Ohren mehr Ruhe zu gönnen.

Schwerhörigkeit und Tinnitus

In der Schweiz sind rund 1,3 von fast 8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehörgeschädigt. Interessant ist, dass die Zahl der durch Industrielärm geschädigten Menschen abnimmt, dafür die der «Kopfhörer-Schwerhörigen» zunimmt. Bei vielen Beeinträchtigungen kann ein Hörgerät den Menschen zu einem besseren Hörvergnügen verhelfen. Waren Hörgeräte früher eher klobig, so erleben wir dank neuster Technik derzeit einen Trend zu komfortablen und diskreten Hörgeräten, die schon fast zum Modeaccessoir avancieren. Technische Innovationen ermöglichen heute auch drahtlose Audioverbindungen vom Hörgerät zum Mobiltelefon, zum Fernseher und zu MP3-Playern.

Eher schwieriger gestaltet sich die Hilfe für Betroffene von Tinnitus, Störgeräuschen im Ohr. Da es keine objektive Geräuschquelle gibt, lässt sich diese nicht einfach unterdrücken. Die Ursachen von Tinnitus reichen von Fremdkörpern im Gehörgang über Entzündungen im Ohr, Infekten, Schalltraumata bis hin zu Tauchunfällen. Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen und kann deshalb von akustischer Stimulation, magnetischer oder elektrischer Gehirnstimulation bis zu verhaltenstherapeutischen Massnahmen gehen.

Ein Pfeifen oder Rauschen kann nach einer Überbelastung auch nur kurzzeitig auftreten. Verschwinden die Störgeräusche nicht nach zwölf Stunden, ist es ratsam eine Ohrenärztin oder einen Ohrenarzt aufzusuchen.

Quellen: «Drogistenstern» / suva.ch / «Musik und Hörschäden», Suva, 2008, Bestell-Nr. 84001
Autorin und Redaktion: Franziska Linder



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