Quälender Juckreiz lindern

  • Bäder mit Haferstroh helfen dabei, den Juckreiz zu lindern.

  • Ebenfalls wirksam ist die Ballonrebe (Cardiospermum). Sie kann äusserlich angewendet werden (als Salbe) oder innerlich in der Form von homöopathischen Globuli. Cardiospermum wird auch als Bestandteil eines individuell zusammengestellten spagyrischen Sprays eingesetzt.

  • Die Zaubernuss (Hamamelis) als Waschung oder Salbe verwendet, und Umschläge oder Bäder mit lauwarmem oder kalten Schwarz- bzw. Grüntee können den Juckreiz ebenfalls lindern.

  • Aufgrund ihrer antiallergischen und entzündungshemmenden Wirkung empfehlen sich bei Neurodermitis ausserdem homöopathische Zubereitungen der Honigbiene (Apis mellifica), des Gift-Efeus (Rhus toxicodendron) und der Kleinen Brennnessel (Urtica urens).

  • Gute Erfolge können bei Neurodermitis auch mit dem homöopathischen Heilmittel Tuberculinum (Tuberkulose-Nosode) erzielt werden.

  • In spagyrischen Essenzen wird neben diesen drei Substanzen auch noch Weihrauch (Boswellia serrata) genutzt, da er eine kortisonähnliche Wirkung besitzt.

Wie Sie Ihrem Kind helfen

  • Wichtig ist, dass die Eltern Ruhe bewahren. Sie sollten auch kein Kratz-Verbot aussprechen, da die Schuldgefühle das Kind zusätzlich stressen.

  • Zur Linderung kann die juckende Haut beispielsweise mit einer feuchtigkeitshaltigen Salbe/Creme eingecremt werden. Angenehm kühlend wirkt dies, wenn das Produkt aus dem Kühlschank kommt.

  • Statt dem normalen Kratzen können alternative «Techniken» wie Kneifen, Kneten, Klopfen, Reiben oder Drücken ausprobiert werden.

  • Bei kleineren Kindern funktioniert Ablenkung durch Herumtragen, Rücken streicheln, Lieder singen, etwas erzählen oder spielen.

  • Ältere Kinder können die innere Anspannung durch Bewegung ableiten.

Vorbeugen durch gezielte Ernährung

Bei allergiegefährdeten Kindern kann durch eine gezielte Ernährung in den ersten Lebensmonaten das Risiko für die Entwicklung einer Allergie reduziert werden. Falls möglich, sollten die Kleinkinder bis zu einem Alter von sechs Monaten ausschliesslich gestillt werden. Ist zu wenig Muttermilch da, kann ein Milchersatzprodukt verwendet werden. Studien haben gezeigt, dass bei hohem Allergierisiko so genannt extensiv hydrolysierte Ersatzpräparate einen guten vorbeugenden Effekt aufweisen. Diese recht teuren Produkte sollten jedoch nur in Absprache mit dem Kinderarzt eingesetzt werden. Ist das Risiko geringer, das heisst hat beispielsweise nur ein Elternteil Allergien, können zur Prävention HA-Milchen (hypoallergene Milchen) auf der Basis von Kuhmilch verwendet werden. Ersatzprodukte auf der Basis von Soja sind nicht zu empfehlen, da sie unter Umständen allergieauslösend wirken können. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie beraten, damit Sie die richtige Milch für Ihr Kind finden.

Ab dem fünften bis siebten Monat wird dann eine altersgerechte Beikost eingeführt, allerdings ohne Kuhmilch und Eier. Bei einem stark erhöhten Allergierisiko empfiehlt es sich sogar, auf Fisch, Kiwi, Erdnüsse und andere Nüsse zu verzichten. Grundsätzlich sollte jede Woche nur ein einziges neues Nahrungsmittel in die Babykost eingeführt werden. So lässt sich einfacher erkennen, worauf ein Kind schlecht reagiert.

Ab dem elften Monat sind dann auch Lebensmittel möglich, die Kuhmilch enthalten. Nur unverdünnte Vollmilch sollte auch jetzt noch vermieden werden. Vollmilch, Eier, Fisch und Kiwi können ab dem zweiten Lebensjahr gegeben werden, ab dem vierten Lebensjahr dann schliesslich auch Erdnüsse und andere Nüsse. Wichtig ist, dass die Kinder genügend Eiweiss, Mineralstoffe wie Kalzium und Vitamine wie A, B-Komplex, C und E zu sich nehmen. Denn Neurodermitiker brauchen eher mehr Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essenzielle Fettsäuren als andere Menschen.

Quelle: «Drogistenstern»
Autorin: Therese Schwender
Redaktion: Nadja Mühlemann
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