Babynahrung
Nur das Beste für das Baby
Stillen ist unbestritten die beste Ernährungsform für Säuglinge. Während der Stillzeit kann der Menüplan der Mutter einiges zur Gesundheit des Kindes beitragen.
Die beste und natürlichste Form der Ernährung für ein Neugeborenes ist die Muttermilch. Bezüglich ihrer Zusammensetzung enthält sie genau die richtige Mischung für den Säugling. Das bestätigt auch die dipl. Drogistin Marlen Niederberger aus Wohlhusen (LU): «Ein Baby sollte - wenn immer möglich - sechs Monate lang gestillt werden. Muttermilch ist immer frisch, richtig temperiert und hygienisch einwandfrei verfügbar.» Stillen hat auch positive Effekte für die Mutter: Durchs Stillen wird das Hormon Oxytozin freigesetzt, welches Kontraktionen der Gebärmutter auslöst, was wiederum zu einer raschen Rückbildung der Gebärmutter führt. Ausserdem fällt es stillenden Müttern leichter ihr ursprüngliches Gewicht ohne spezielle Diät zurückzugewinnen.
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Ernährung der Mutter
Während der Stillzeit, wie auch bereits während der Schwangerschaft, sollte die Mutter besonders auf ihre Ernährung achten. Wichtig ist eine ausgewogene und kalziumreiche Ernährung. Das Kalzium ist ein bedeutender Baustein für die Knochen, Zähne und das Wachstum des Kindes. Also gilt: Viel Milch- und Vollkornprodukte, Gemüse und Früchte, regelmässig Fisch und ab und zu Fleisch zu sich nehmen. Doch aufgepasst: Nicht alles was schmeckt, ist auch fürs Baby gut. Hat das Kleine einen wunden Po, Blähungen oder Durchfall, liegen die Ursache für die Beschwerden möglicherweise in einem Lebensmittel (Lauch, Zwiebeln, Zitrusfrüchte etc.), das die Mutter gegessen hat.
Nebst der Ernährung muss die Mutter auch ihre Trinkgewohnheiten beobachten und wenn nötig anpassen. Denn mit der Muttermilch erhält das Baby alle Flüssigkeit, die es benötigt. Zwei Liter Flüssigkeit pro Tag sind das Minimum an Flüssigkeitszufuhr für die Stillende. Geeignet sind Wasser, Früchtetees und zuckerlose Säfte. In der Drogerie finden Sie spezielle Tees, welche die Bildung der Milch fördern.
Zwiemilch-Ernährung
Nicht jede Mutter ist in der Lage, ihr Kind ganz oder teilweise zu stillen. Reicht die Muttermilch nicht aus, um den Hunger des Babys zu sättigen, lautet die ideale Lösung: Zwiemilch. «Zwiemilch-Ernährung bedeutet, dass der Säugling zuerst an die Brust angesetzt wird. Nach dem Stillen wird er mit einer Anfangsnahrung nachgefüttert», erklärt die dipl. Drogistin Marlen Niederberger. Wichtig ist, dass das Baby immer an beiden Brüsten angesetzt wird und die jeweilige Brust leer getrunken wird, damit die Milchbildung weiterhin angeregt wird. Zudem sollte die vorbereitete Flasche mit dem Milchersatz stets griffbereit in der Nähe sein, um einen «reibungslosen Übergang» zu gewährleisten.
Autorin: Jacqueline Graber
Redaktion: Nadja Mühlemann

