Sport
Muskelkrämpfe - kurz aber heftig!
Sie können Sportler zur Aufgabe zwingen oder Schlafende unsanft aus ihren Träumen reissen: Muskelkrämpfe. Mit genügend Bewegung und richtiger Ernährung, sind Sie die Krämpfe bald los.
Muskelkrämpfe sind nicht nur für Sportler eine schmerzhafte Erfahrung. Jede dritte Person wird davon kurzzeitig ausser Gefecht gesetzt. Urplötzlich auftretender Schmerz, starke Anspannung und eine tastbare Verhärtung des Muskels sind deren Hauptmerkmale. «Derlei Krämpfe treten bevorzugt im Bereich der unteren Extremitäten wie den Muskeln des Fussgewölbes auf. Am weitaus häufigsten jedoch sorgt ein Wadenkrampf im Bett für schmerzvolle Momente», weiss Urs Fink, diplomierter Drogist HF mit eigener Drogerie in Winterthur auch aus eigener Erfahrung.
Schnelle Abhilfe
Am effektivsten können akute Schmerzen durch Dehnen des betroffenen Muskels gelindert werden. Ziehen Sie die Fussspitze gegen den Körper oder stehen Sie auf und drücken sie den Fuss kraftvoll gegen eine Wand. Eine heiss-kalter Beinguss oder eine sanfte Massage mit durchblutungsfördernden Emulsionen bringt anschliessend eine wohltuende Entspannung.
Download: Erste Hilfe bei Sportverletzungen (pdf)
Ursachen von Muskelkrämpfen
Körperliche Anstrengung und ein Ungleichgewicht im Flüssigkeits- oder Mineralstoffhaushalt gehören zu den wichtigsten Faktoren, die Muskelkrämpfe auslösen. Wer stark schwitzt, scheidet nicht nur Wasser sondern auch Kalium, Kalzium und Magnesium aus. Fehlen dem Körper diese Elektrolyte, sind die Muskelnerven leichter erregbar und das Krampfrisiko steigt. Mangelzustände werden zudem auch durch Schwangerschaft, Dauerstress, falsche Ernährung oder Langzeiteinnahme von Medikamenten hervorgerufen.
Muskelkrämpfe können jedoch auch auf ein beginnendes Venenleiden hinweisen. Anzeichen dafür sind: Die Waden fühlen sich kalt an und die Haut ist auffallend blass. Auf der Innenseite des Beines machen sich entlang der Venenbahnen zusätzlich ziehende Schmerzen bemerkbar. Kompressionsstrümpfe wirken zwar durchblutungsfördernd und schmerzstillend. Dennoch sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen, um eine Venenthrombose auszuschliessen.
Manchmal kann der Zeitpunkt, wenn die Krämpfe auftreten, Aufschluss über den entsprechenden Mineralstoffmangel geben. Besprechen Sie mit Ihrer Drogistin oder ihrem Drogisten, ob allenfalls die Einnahme einer Nahrungsmittelergänzung sinnvoll wäre.

